Wenn mir mal was auf die Nerven geht, mir die Arbeit über den Schreibtisch wächst, mir der Kopf schwirrt – dann gönne ich mir eine kleine Auszeit. Vertiefe mich in ein schönes Naturbild. Und bilde mir ein, gerade aktuell dort zu sein – die Farben leuchten zu sehen, den Wind säuseln zu hören, die frische Erde zu riechen, die zarten Blüten zu streicheln, die warmen Sonnenstrahlen zu spüren. Einfach abschalten – Kurzurlaub, Erholung pur. Schon geht es mir besser! Und Ihnen?
Kalt erwischt!
Ja was ist denn das? Kennt man ja gar nicht mehr… Und dann kam doch tatsächlich ein Sonnenstrahl daher, der hat’s Mützchen weggetaut. „Im Herbst steht in den Gärten die Stille, für die wir keine Zeit haben.“ Victor Aubertin (1870-1928)
Bad Heilbrunn? Wo ist denn das? Und was soll da los sein?
Heute ist sie fast nur noch Zierpflanze, die schöne Weinraute (Ruta graveolens). Dabei hat sie doch so viel zu bieten! Es wird höchste Zeit, altes Wissen wieder zu beleben.
Pssssst… hören Sie, was diese Bäume erzählen? Was sie mit ihren knarzenden Stämmen, knarrenden Ästen, knisternden Zweigen wispern? Wie sie mit dem Wind und dem Himmel Zwiesprache halten? Es müssen wahrlich spannende Geschichten sein. Was, Sie verstehen nichts?
Möhren, das gibt es die Wilde – und dann die vielen Kulturformen der Gelben Rübe, Karotte oder Mohrrübe. Ich mag alle. Die Wilde Möhre wegen ihrer herrlichen Blütenschirme samt der schwarzen Lockblüte im Zentrum und der hübschen Fruchtstände, die wie kleine Vogelnester auf schwankenden Stängeln stehen (ich staune, wie ein so dünner Stiel das schwere Gebilde tragen kann, zumal es doch oft noch bewohnt wird von allerlei Getier, oder gar vom Regen durchweicht sein Gewicht vervielfacht). Und die Kulturformen mag ich wegen ihrer schönen Farbe, ihrer Knackigkeit und weil sie halt einfach gut schmecken.
Beim Rauriser Brotfest 4.-6.9.2009. Das hat Kräuterpädagogin
Die Tage werden spürbar kürzer. Herbst kriecht langsam in alle Ritzen. Kälte, Nässe, Dunkelheit – das kann sich schon aufs Gemüt schlagen. Aber da gibt es ein paar Tricks, wie man nebelgrauer Stimmung, triefenden Nasen und kratzendem Hals ein Schnippchen schlägt. Die kennt Kräuterpädagogin und Heilpraktikerin Sieglinde Widmann.
Wenn eine Nudelspezialistin gleichzeitig auch Kräuterpädagogin ist, kommen ganz besondere Sachen auf den Tisch. Iris Hirschhorn vom
Letzten Samstag, Odelzhausen,
Der Renner der Saison! Nicht nur zum Oktoberfest.
Von drauß‘ vom Wege komm ich her, ich muss euch sagen, da wuchert es sehr.
Straßenränder gehören in diesen Tagen mit zu den blütenreichsten Streifen überhaupt. Nirgends blüht es so üppig und so bunt wie entlang der Autobahnen, rund um Kreisverkehre und an Böschungen. Was es da alles zu sehen gibt! Stoße ich doch da neulich auf eine seltene Schönheit: Strahlen-Breitsame (Orlaya grandiflora) – eine vom Aussterben bedrohte Art. Berühmt geworden als Heidenheimer Schlossblume, denn in Heidenheim an der Brenz überzieht das Doldenblütengewächs den Schlosshang mit einem weißen Spitzenteppich. Dann all die zauberhaften Wegwarten, die „Blume des Jahres 2009“ scheint an den Asphaltbändern mit vielen blauen Blütenaugen den Liebhabern hinterher zu schauen. Johanniskraut, wo leuchtet das sonnige Gelb kräftiger und lässt Abgase vergessen?
Weiße Fliege! Wer ein Gewächshaus oder Frühbeet hat, weiß um diese Schreckgespenster. Bleich, voller weißem Staub fliegen die Flügeltierchen in hellen Scharen herum und befallen Gurken, Paprika und Tomaten. Draußen sind es viele Kohlgewächse, die von den Fliegen heimgesucht werden. Nichts scheint vor ihnen sicher. Weiße Fliege, so nennt man die Mottenschildläuse, fühlen sich derzeit nicht mehr bloß unter Glas, sondern auch im Freien wohl. Sie saugen und bieseln, verkleben mit ihren Hinterlassenschaften die Blätter, darauf siedeln sich Rußtaupilze an, alles wird klebrig und schwarz. Das Gemüse kann man dann weitgehend vergessen. Was tun?
… eine herrlich bunte Blumenwiese, auf der fanden sich würzige Kräuter, leuchtende Blüten und gaukelnde Falter. Hier musste man einfach glücklich sein.
Gehen Sie gerne spazieren? Wandern Sie entlang von Wiesen, Waldrändern und auf Wegen? Sicher freuen Sie die vielen Bäume, Sträucher, Blumen und Kräuter, denen Sie dabei begegnen. Nur – kennen Sie die auch? Wollten Sie nicht immer schon mal wissen, was da so am Wegesrande grünt und blüht?
… was mag es sein?
…der muss nach Odelzhausen vor den Toren Münchens kommen – und zwar ab September! Am 12.9.2009 eröffnen wir im schönen Ort an der Glonn (leicht erreichbar über die A 8 München-Stuttgart, Ausfahrt Odelzhausen, der Beschilderung zum Schlossgut Odelzhausen folgen), und zwar im