Bayern 1 macht Sie mit meinen Tipps gartenschlau: Rosen sind bis heute nicht nur die absoluten Lieblinge im Garten, sondern auch bestens für nachhaltige Pflanzungen geeignet. Denn sie wurzeln tief und brauchen, einmal eingewachsen, nicht gegossen zu werden. Wer zu einfach blühenden Sorten oder Wildrosen greift, tut auch noch etwas für Bienen und andere Insekten, und kann obendrein Hagebutten für die Küche ernten oder den Vögeln als Winterfutter überlassen. Weil die Gartengröße oft sehr beschränkt ist, muss man die richtigen Rosen wählen, damit sie einem nicht über den Kopf wachsen.
Rote-Bete-Mousse mit Bärlauchfrüchte-Dressing. Sieht chic aus, schmeckt fantastisch und stammt aus der kreativen Küche von Renate Blaes. Rezept? Gibt es nur bei Renate - die eine begeisterte Wildkräuterköchin geworden ist und mich immer wieder mit tollen Rezepten überrascht.
Bayern 1 macht Sie mit meinen Tipps gartenschlau: Hortensien geben sich manchmal ganz schön zickig. In frostigen Wintern erfrieren die empfindlichen Knospen, in trockenen Sommern fällt die Blütenpracht der stets durstigen Gehölze sparsam aus. Bei anhaltender großer Hitze sollten sie morgens und abends gegossen werden, denn die Pflanzen verdunsten über ihre vielen Blätter jede Menge Wasser (Hydrangea bedeutet „Wasserkraut“).
Noch ist Frühling - auch wenn die Zeichen der Natur den Sommer schon ahnen lassen. Deswegen zeige ich Ihnen gerne noch die Frühlingskräuter, Frühlingsblüten und Frühlingsblätter - beim ersten der drei schon traditionellen Kräuterspaziergänge pro Jahr am Schneiderhof in Dachau Mitterndorf. Diesen Mittwoch, 22. Mai 2019 von 17-19 Uhr.
Morgen am Samstag sendet Bayern 1 im Mittagsprogramm kurz nach 13 Uhr ein Interview zu "Wald tut gut!" mit mir. Warum wir uns im Wald so wohl fühlen, warum der Wald gegen Stress hilft, welcher Wald besonders geeignet ist, ob Waldbaden auch in der Stadt geht und viele mehr. Einfach mal reinhören - oder das Buch kaufen: Wald tut gut!
Eugenia hat dieses Foto geschickt mit dem Kommentar "Wir haben das Rezept aus dem Baumbuch mit den Kindern nachgekocht, den Salat noch verfeinert mit Blättern von Löwenzahn, Giersch und Schafgarbe. Schmeckt uns allen superlecker!" - Vor allem eine super Idee, mein Rezept aus dem Buch "Bäume in Küche und Heilkunde" mit frischen Wildkräutern zu variieren. Danke, Eugenia!
Donnerstag, den 16. Mai 2019 von 17-19 Uhr: Entdecken Sie mit mir im Welterlebniswald in Grafrath die faszinierende Vielfalt der Bäume – und was sie alles für uns bereithalten. Dieses Mal: Frühlingskost mit Maiwipferln, Blättersalat und Blütengebäck.
Wenn der Natur ein Stück Raum verwehrt wird, wenn Natürliches versucht wird zu unterdrücken - dann holt sich die Natur oft Verlorenes zurück. Siehe dieses Schotterbeet.
Die gute Idee für Garten und Balkon auf Bayern 1: Jetzt müssen die Blumen raus in den Garten und auf den Balkon. Geranien, Petunien und Kollegen sehen hübsch aus, denn die sind auf „hübsche Blüte“ gezüchtet. Aber sie bieten für Insekten keinen Nektar und Pollen.
"Die großen Taten der Menschen sind nicht die, welche lärmen. Das wirklich Große geschieht wie das Rieseln des Wassers, das Weben der Luft und das Wachsen der Bäume." Adalbert Stifter (1805-1868)
Gerade geschieht es wieder, das Großartige - etwa bei den Fichten, die ihre frischen Jahrestriebe sprießen lassen. Entdecken, staunen, bewundern, sich daran freuen!
Nach all den Geschichten rund um den Waldmeister - ein Rezept! Nein, keines für Bowle oder Sirup, sondern für ein erfrischendes Dessert. Waldmeister-Parfait.
Wo Waldmeister wächst, hat Unkraut keine Chance. Zum einen verhindert der Waldmeister das Keimen von Samenunkräutern und lässt zwischen sich kaum Platz, zum andern unterdrücken Ausscheidungen seiner Wurzeln das Wachstum anderer Gewächse. Das macht ihn zu einem idealen Bodendecker, vor allem in Gartenbereichen, die ohnehin nur schwierig zu bepflanzen sind.
Was so gut duftet und damit so angenehm entspannend wirkt, muss Böses fernhalten und Übles vertreiben. Ähnlich wie viele andere stark duftende Pflanzen reiht sich auch der Waldmeister in die Riege der Zauberkräuter zu Abwehr von Hexen und Dämonen ein.
Die gute Idee für Garten und Balkon auf Bayern 1: Der Rasen ist grün. Aber nicht überall, also braucht er eine Detox-Frühjahrskur. Organische Abfallprodukte haben sich angesammelt, dadurch entsteht Rasenfilz.
Ähnlich wie der Wermut im Absinth wurde Waldmeister mindestens teilweise zu Unrecht verdächtigt, selbst bei zurückhaltendem Gebrauch der Gesundheit zu schaden. Noch ein Irrglaube hält sich hartnäckig, nämlich dass Waldmeister mit der Blüte giftig würde. Das stimmt schlicht und ergreifend nicht, er wird mit fortschreitender Entwicklung nur immer herber. Waldmeister muss man ernten, wenn er voll in Saft und Kraft steht, zudem nach kurzem Antrocknen stark duftet.
Waldmeister hatte nicht nur wegen der Nachwehen von Maibowle seinen Ruf weg, sondern wurde zusätzlich durch erschreckende Forschungsberichte über seinen Hauptinhaltsstoff zur Schadpflanze gestempelt. Der sinnlich anregenden Wirkung des süßen, kräuterartig würzigen Dufts von Waldmeister kann man sich ebenso wenig entziehen wie dem Aroma von Vanille, Bergheu oder auch Zimt. 1820 wurde der Duft- und Aromastoff erstmals aus Tonkabohnen isoliert und nach der in Guyana dafür üblichen Bezeichnung Coumarouna (spanisch cumarú) benannt: Cumarin. Wenige Jahrzehnte später fand Cumarin breite Anwendung, etwa in der Pharmazie zum Überdecken von unangenehmen Gerüchen, in der Kosmetik für Parfums und Cremes, in der Lebensmittelproduktion für Liköre, Schokolade, Süßwaren und Eiscreme.
Kurz vor der Blüte ist der Waldmeister in seiner besten Phase, jedenfalls aus menschlicher Sicht. In seinen filigranen Blättchen steckt ein herrlicher Duft, der aber erst geweckt werden muss. Das Cumarin, das den Waldmeister so typisch riechen lässt, wird erst frei, wenn die Pflanzen welken. Der fränkische Dichter Friedrich Schnack (1888-1977) beschreibt es so: „Der Waldmeister lebt erst nach seinem Tode wahrhaft auf. Wenn die Pflanze dahingewelkt ist, spendet sie den Hauch ihres Opfers: prickelnden, in Wein geborenen Maienduft...“.
Nicht gerade selten und doch was Besonderes: die Haslewurz (Asarum europaeum), ein Osterluzeigewächs aus unseren Laubblättern. Ihre nierenförmigen Blätter bilden oft große Teppiche. Darunter, meistens noch zusätzlich im alten Baumlaub versteckt, öffnet die Haselwurz ihre merkwürdigen Blüten.
Die gute Idee für Garten und Balkon auf Bayern 1: Normalerweise setzt man Erdbeerpflanzen im Herbst. Wenn Sie nicht dazu gekommen sind, gibt es eine gute Alternative: Frostpflanzen aus dem Kühlschrank, sogenannte Frigo-Pflanzen. Damit haben Sie noch nichts verpasst, sondern dürfen sich auf eine gute Erdbeerernte freuen.
Wer seine Sinne öffnet und auf Details achtet, kann Bärlauch genau erkennen und muss nicht befürchten, seine Blätter mit denen vom giftigen und geschützten Maiglöckchen zu verwechseln. Auf dem Foto wachsen beide nebeneinander - seht ihr's?
Wann ist der Wald am schönsten? Im Frühling, wenn die Buchen ihre Blätter austreiben... Da lässt es sich in herrlich Waldbaden. Eintauchen in die Atmosphäre des Waldes. Entschleunigen und Ruhe genießen. Staunen und bewundern. Ein tiefes Glück empfinden. Dankbar sein.
Hanami - Blüten betrachten, dieser japanischen Tradition folge ich gerne. Und feier die Schönheit der Frühlingsblüten - ob nun Kirschbaumblüten oder sonst welche. Was für ein Fest!