Ich bin zuhause zwischen Tag und Traum… Und eine Linde ist mein Lieblingsbaum; und alle Sommer, welche in ihr schweigen, rühren sich wieder in den tausend Zweigen und wachen wieder zwischen Tag und Traum. Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)
Pflanze der Woche: Akeleiblättrige Wiesenraute Im Halbschatten vor Sträuchern wiegen sich die filigranen Blüten der Akeleiblättrigen Wiesenraute (Thalictrum aquilegifolium) oder Amstelraute sachte in der Sommerbrise. Von feinen Stängeln getragen scheinen sie dennoch fast über dem zart gefiederten Laub zu schweben. Die heimische Wildpflanze zeigt einzigartige Blüten: Statt großer Kronblätter wirken zahlreiche lila gefärbte Staubblätter attraktiv
Noch ist das Klettenlabkraut (Galium aparine) zart genug, dass man die Spitzen ernten kann. Die schmecken gut, nur muss man sie vorab gut zerkleinern und/oder Köcheln, damit sie einem nicht an der Zunge kleben bleiben. Der griechische Arzt Dioskurides (1. Jh. nach Chr.) empfahl das Klettenlabkraut bei Müdigkeit und Erschöpfung. John Gerard (1545-1612), englischer Chriurg und Botaniker,
Nelken, das leitet sich ab von Nägelein. Mit der Verkleinerung von Nagel sind Knospen gemeint, die Knospen des Gewürznelkenbaums (Syzygium aromaticum). Deren charakteristischer Geruch spiegelt sich im Blütenduft von diesen zartrosa Gartengewächsen wieder. Die Landnelken (Dianthus) betören durch ihr unglaubliches Aroma – das lockt, sie in der Küche auszuprobieren. Die zarten Blütenblätter, aus ihren bitteren
Bevor es keinen mehr gibt: Schnell noch Spargel genießen. Als Tatar, in fruchtiger Kombination. Spargel (wahlweise grünen oder weißen, gerne auch gemischt) bissfest garen, in dünne Scheiben schneiden. Mit fein gewürfeltem Fetakäse, Erdbeerstückchen und geschnittenem Sauerampfer mischen – und mit einem würzigen Dressing übergießen. Stilecht aus dem Schlossgut Odelzhausen: Operator-Dressing, zu erwerben an der Theke im
Ganz in weiß – ja, Kranz in weiß! Der Frühsommer schenkt uns Blüten, besonders reich in Weiß. Schafgarben, Giersch, Wiesenlabkraut, Feinstrahl, Wilde Möhre… Daraus lassen sich zauberhaft feine Kränze winden oder stecken. Dufte – nicht wahr?
Pflanze der Woche: Kolkwitzie Einer der auffälligsten Blütensträucher, über und über voll mit zartrosa Blüten, die eine delikate Zeichnung tragen: Die Kolkwitzie (Kolkwitzia amabilis) wird wegen eben dieser Blüten auch Perlmuttstrauch genannt. Erst seit den 1950er Jahren zog dieser aus China stammende Zierstrauch in deutsche Gärten ein. Benannt ist er nach dem deutschen Botaniker Richard
„Als ich noch Märchen gelesen habe, dachte ich solche Dinge könnten niemals passieren, und hier bin ich nun und lebe mein eigenes.“ So ein Zitat von Lewis Carroll aus seiner berühmten Geschichte Alice im Wunderland. So wird es mir wieder einmal ergehen, wenn ich wie schon die Jahre zuvor auf den Rosen-, Kunst- und Gartentagen vom
Blitzschnell zubereitet, ganz einfach und doch so raffiniert: Eine Creme aus grünem Spargel und Erbsen. Lässt sich prima aufs Brot streichen, aber auch wie Pesto zu Nudeln servieren. Schalotte in Öl anschwitzen, in Stücke geschnittenen Grünen Spargel dazu, mit etwas Brühe ablöschen und bei milder Hitze garen. Etwa gleiche Menge vorgekochte Erbsen dazu geben, mit Salz
Bärlauch – wenn er erst einmal wo wächst, dann bald richtig. Schnell bildet er riesige Bestände aus, wird in manchen Gegenden zum Unkraut. Jetzt, zu Sommerbeginn, verschwindet der Bärlauch allmählich. Unter ziemlichen Duftwolken, die einem ganz schön in die Nase steigen, zieht er sich zurück. Nicht ohne vorher für Aussaat zu sorgen. In den grünen Früchten reifen
Wer eins findet, dem ist das Glück hold: ein vierblättriges Kleeblatt. Kommt beim heimischen Weiß-Klee (Trifolium repens) gar nicht sooo selten vor. Ungefähr jedes hundertste trägt vier statt der üblichen drei Blattfiedern. Begründet ist das durch einen kleinen genetischen Defekt. Selten gibt es Kleeblätter mit noch mehr Fiederchen. Den Rekord hält ein Japaner, der ein
Nicht nur mit der Natur lässt sich gut lernen, am besten lernt es sich IN der Natur. Und noch besser: VON der Natur. Wie, wo, wann? Bei Lehrgang NaturCoach – in Deutschland derzeit in Bad Tölz, angeboten durch die Gundermannschule, und in Österreich in Salzburg, ausgerichtet vom LfI Salzburg. Ein kleiner Film vom RTS Regionalsender Salzburg
Blüten – aus dem Garten wie von der Wiese – für die Küche! Wie man mit Blumen wundervolle Rezepte zaubert, zeigt die Sendung „Gesundheit“ am Dienstag, den 3. Juni 2014 um 19 Uhr im Bayerischen Fernsehen. Ich zupfe und bereite mit drei liebenswerten Damen ein Menü zu: Klatschmohn-Kräutersalat, dazu Blütenbutterbrote. Nudeln mit Rosenpesto. Himbeercreme mit
Pflanze der Woche: Schwarzer Holunder Wenn sich die großen Schirme aus weißen Sternchenblüten öffnen, zieht ein süßer Duft durch den Garten. Der Holler blüht, der Sommer beginnt. Holunderblüten sind nicht nur bei Insekten begehrt, sondern auch bei Gärtnern und anderen Liebhabern. Aus ihnen entstehen Köstlichkeiten wie Hollerkücherl, Holundersekt oder Hugo. Wer im Herbst noch Früchte
Ich habe das Gefühl, dass mich in diesem Jahr alles überholt. Da blüht doch tatsächlich der Frauenmantel schon? Sogar schon eine ganze Weile, und ich muss mich sputen, dass ich welchen bewundern kann. Auf der Wiese, wild wachsend. Man gehe zu Sonnenaufgang nackt (!) und schweigend (!!!) zur Alchemilla,
Holler trifft Spargel – das Küchen-Rendezvous vom Mai war erfüllt von den lieblichen Aromen vieler Blüten, kräftiger Würze der zahlreichen Kräuter und Geschmackserlebnissen von Spargel in grün und weiß. Nach einem Aperitif „Holunderinia“ mit Spargel-Erbsen-Crostinis gab es zur Vorspeise ein Spargeltatar mit Erdbeeren und Operator-Dressing. Zwischendrin begeisterte eine Spargeltarte mit Zitronenschmand, bevor der Hauptgang sich um Überraschungspäckchen mit
Filmaufnahmen in meinem Garten – im Fokus der Kamera: Blüten! Essbare Blüten. Eine höchst blumige, duftende, würzige, aromensprühende Angelegenheit. Es wurde gezupft, gepflückt, geschnitten, gekocht, gekostet und viel gelacht. Alles für die Sendung „Gesundheit“ am 3.6.2014 um 19 Uhr im Bayerischen Fernsehen. Danke ans Team, das war ein wunderbarer Tag! Danke an die drei Damen
Zwei Augen, mit denen sehen wir. Der eine mehr, der andere weniger. Kräuterpädagogin Andrea Rachensperger aus Schwarzach im Pongau sieht viel mehr – sie sieht mit ihrer Kamera. Ohne die geht sie nie aus dem Haus. Mit der Kamera hält sie phantastische Eindrücke fest.
Pflanze der Woche: Mohn Rot, rosarot, orangerot leuchtet es allerorten – im Garten und auch schon auf den Feldern. Der Türkenmohn (Papaver orientale) trägt die größten Blüten, bereits die Knospen sind fast so groß wie Hühnereier. Klatschmohn (Papaver rhoeas) blüht gewöhnlich feuerrot, Gartenformen gibt es auch gefüllt und mehrfarbig. Sage und schreibe zweieinhalb Millionen Pollenkörner
Als die Pflanzen von Mutter Natur ihre Bestimmung zugedacht bekamen, wurde der kleinen Anserine beschieden, sie habe mit ihren gefiederten Blättern auf dem Gänseanger zu gedeihen, aber auch den kahlen Boden entlang des Wegs zu bedecken, zwischen Gänsewiese und Fahrspur. Die kleine Anserine gehorchte brav ihrer Berufung.
Ein derartiger Anblick bringt nicht wenige Gärtner an den Rand des Wahnsinns. Läuse, Läuse, Läuse. Welch ein Drama, die schönen Rosen. Zornesröte färbt das Gesicht.