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18. März 2015

Veilchen und Ameise

Simone Kellner ist Diplom-Sozialpädagogin (FH), Medienpädagogin, Kräuterpädagogin, Hörfunkjournalistin und Sprecherin. Mir bleibt sie immer durch ihr außergewöhnliches Projekt bei der Präsentationsprüfung zur Kräuterpädagogin in Erinnerung. Sie hat dreidimensionale Fotos von Unkraut erstellt, die mit einer 3-D-Brille betrachtet wirklich unglaublich naturgetreu erschienen. Besser gesagt, erscheinen – ich habe immer noch ein paar von den Bildkarten. Aber Simone hat noch mehr

17. März 2015

Gut gequollen

Das sind die Samen von gestern – in der zauberhaften Garkiste ums Fünffache größer und dicker geworden! Wenn die in die Erde kommen, geht es sofort weiter mit dem Wachsen. Es lohnt sich, das Vorwärmen…

25. Feb. 2015

Heizung an!

Wenn der Winter dem Frühling nicht weichen will… dann wird nachgeholfen! Krokusse werfen einfach die Heizung an. Sie erzeugen aus ihren Speicherstoffen Energie und können die eigene Temperatur um bis zu zehn Grad erhöhen. Da schmilzt der Schnee! Blüten und Blätter bilden anfangs eine stabile Bohrspitze, um durch die oft verharschte Schneedecke zu stoßen.

20. Jan. 2015

Vorwitzig?

Ist es zu glauben? Da sprießen schon Krokusse – kaum dass der Schnee vom Wochenende geschmolzen ist. Es ist noch Januar, und so richtig Winter war doch eigentlich noch nicht. Ja ist denn schon wieder Frühling?

22. Dez. 2014

Walnuss-Orakel

Nach alter Tradition dienen Walnüsse als Orakel. Wollen zwei Liebende wissen, ob sie zusammen bleiben, müssen sie zwei Schalenhälften als Boote in eine Schüssel Wasser setzen. Schwimmen sie aufeinander zu, hält die Liebe noch mindestens ein Jahr. Zwölf Nüsse – eine für jeden Monat – werden geknackt. Sind alle Kerne prall und hell, darf man auf

20. Dez. 2014

Walnussglaube

Früher glaubte man, auf jedem Blättchen der Walnuss wohne ein Teufel, die mit den rund um den Stamm tanzenden Hexen wilde Orgien feierten. Das mag ja ein aufreizendes Treiben gewesen sein.

19. Dez. 2014

Schwarze Nüsse

Aus der Oberpfalz ist aus dem 18. Jahrhundert überliefert, dass „eingemachte unzeitige welsche Nüsse“ ein hilfreiches Mittel gegen Magenerkrankungen seien. Ob das stimmt, wurde bislang nicht weiter erforscht. Eine absolute Delikatesse in der Winterzeit sind sie aber schon,

11. Dez. 2014

Walnussblätter-Tee für die innerliche Anwendung

Getrunken hilft ein Tee aus Walnussblättern, Durchfall zu stoppen, Beschwerden im Magen, bei Gicht und rheumatische Schmerzen zu lindern. Laut Volksheilkunde wird ein Tee aber auch bei Kopfschmerzen, zur Blutreinigung und zur Ausschwemmung von Schwermetallen getrunken, ebenso zur allgemeinen Stärkung empfohlen und auch bei Problemen mit dem Lymphfluss eingesetzt.

9. Dez. 2014

Blätter von besonderer Kraft

Wunderbar kupferrot treiben sie im späten Frühjahr aus, die gefiederten Blätter der Walnuss. Sie erscheinen als letzte von allen heimischen Bäumen, entfalten sich zu stattlicher Größe und werden im Herbst schon vor allen anderen ohne Herbstfärbung abgeworfen.

5. Dez. 2014

Brainfood

Brain-Food, so nennt man neudeutsch Nahrung, die speziell dem Gehirn zugutekommt. Vor allem mehrfach ungesättigte Fettsäuren spielen dabei eine wesentliche Rolle, selbstverständlich auch Vitamine und Mineralien. In Walnüssen steckt eine ausgewogene Mischung davon, deshalb gelten sie als leistungssteigernd sowie konzentrationsfördernd. Nicht umsonst sind Walnüsse stets im Studentenfutter enthalten.

1. Dez. 2014

Gehaltvolle Nuss-Nahrung

Walnussbäume gehören forstwirtschaftlich zu den Edellaubbäumen, ihr dunkles Kernholz besticht durch eine besonders schöne Maserung. Im Obstbau legt man dagegen viel mehr Wert auf den Fruchtertrag, ein guter Baum im besten Alter kann bis zu 150 kg Ernte bringen. Walnüsse sind reif, wenn sich im Herbst die grüne, fleischige Außenschale öffnet und die Nüsse zu

30. Nov. 2014

Harte Schale, heilsamer Kern

Sonntag, 30. November: der erste Advent! Ein Adventsteller oder Weihnachtsbäckerei ohne Nüsse? Kaum vorstellbar, und die dicke Walnuss gehört immer dazu. Plätzchen, Kuchen, Brot – überall gibt die Baumnuss (im Gegensatz zur Haselnuss, die an Sträuchern wächst) ihren Geschmack dazu.

29. Nov. 2014

Gartenwetter: Adventsstimmung

Pflanze der Woche: Chicorée Schneeweiß mit gelbgrünen Rändern, knackig und saftig ist dieser beliebte Wintersalat. Beim Chicorée (Cichorium intybus var. foliosum), einem Abkömmling der hübsch blau blühenden Wegwarte vom Wegrand, treibt aus einer Rübenwurzel eine kompakte Riesenknospe aus dicht gepackten Blättern. Dafür packt man die Wurzeln dicht in Gefäße mit Sand oder Erde, stellt sie

15. Nov. 2014

Garten: Reinholen

Pflanze der Woche: Silberkörbchen Wenig schmeichelhaft wird dieser Zwergstrauch wegen seines bizarren Wuchses und der auffälligen Färbung auch Stacheldraht oder Geisterpflanze genannt. Silberkopf, Silbergirlande oder Gitterkraut klingen da schon hübscher. In den Gärtnereien findet man den Korbblütler aus Australien oft nur unter seiner botanischen Bezeichnung Calocephalus. Seine verdrehten Triebe mit kleinen silberweißen Blättern bilden Büsche,

8. Nov. 2014

Garten: Los jetzt noch

Pflanze der Woche: Pampasgras Silberweiß recken sich die Blütenwedel vom Pampasgras (Cortaderia selloana) in die Höhe. Ursprünglich heimisch in der Pampa, der Grassteppe Südamerikas, gehört das Ziergras zu den auffälligsten Gartengestalten vom Spätherbst bis tief in den Winter. Ein sonniger und warmer Standort mit gut durchlässigem, fruchtbarem Boden ist nötig, damit sich das Pampasgras wohlfühlt.

27. Okt. 2014

Herbstkost

Vom Baum gefallen, mir (leider nicht direkt) in den Schoß: Bucheckern. Nein, die kleinen Früchte der Rotbuche (Fagus sylvatica) muss man schon aufklauben. Unter vielen Buchen gibt es sie reichlich, einfach ein wenig unterm Laub schauen. Aus ihrer braunen Eckernhülle geschält schmecken die Kerne fein nussig. Mmmmmh, kurz geröstet und über Gemüse, über Salat, in Keksen,

17. Okt. 2014

Worte zum Wald

Der Wald: In seinem Wort und Namen hallt noch ein leises Echo wie aus Paradiesesfrühe, schwingt noch mit ein Nachklang aus goldener Zeit, da die Welt noch stiller war als heute und das Lied der Wipfel noch vernehmlicher. Friedrich Schnack (1888-1977)

16. Okt. 2014

In Reih und Glied

Wenn ich mich ab und zu in Zwergenkleinheit versetze, entdecke ich draußen immer wieder Neues. Hier zum Beispiel eine Weihnachtsbaumplantage, in mehreren Terrassen im Gebirge. 

14. Okt. 2014

Verkehrte Welt?

Wenn Eichen Äpfel tragen, so liegt das weder am Klimawandel noch an Gentechnik. An den Unterseiten der Eichenblätter findet man derzeit kugelige Gebilde, bisweilen hübsch rot gefärbt – wie kleine Äpfel. Es sind Gallen, durch Eiablage der Gewöhnlichen Eichengallwespe hervorgerufen. In dem „Äpfelchen“ entwickeln sich die Larven der Wespe, die Insekten schlüpfen noch im Herbst und

13. Okt. 2014

So blau, blau, blau…

Nein, nicht wie der Enzian, sondern wie Schlehen! Blitzeblau rufen die Wildfrüchte nach erntenden Händen. Dieses Jahr hängen die Sträucher übervoll, die Zweige biegen sich bis zum Boden. Da darf man ruhig zugreifen. An einem schönen, sonnigen Tag rausgehen und in aller Ruhe pflücken. Innerhalb einer halben Stunde ist meine Schüssel voll. Jetzt aber heißt es

10. Okt. 2014

Frühlingsgefühle

Ja ist denn schon wieder Frühling? Draußen blühen – man traut seinen Augen kaum – viele Frühlingsblüher, z.B. Veilchen und Schlüsselblumen. Die haben wohl den Sommer als Winter empfunden und sind jetzt dankbar für den goldenen Oktober.

5. Okt. 2014

Der Rest vom Fest

Da steht er nun, der Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium). Grau und runzlig ist er geworden.  Nach spätsommerlichen Blütenfesten hat ihn der Herbst ziemlich gerupft… Aber wer die rundlichen Früchte mit den feinen Flügelsäumen mit den Fingernägeln zerdrückt und daran schnuppert, wird sein duftendes Wunder erleben. Unglaublich, welch Aroma darin steckt. Nicht umsonst heißt es, der Duft

5. Okt. 2014

Geranien überwintern

Wer hat denn schon Geranien, die sind doch lange out, spießig, bieder, altmodisch… Und doch, fast jeder hat welche von diesen unglaublich robusten Dauerblühern. Stehende, hängende, Edel- oder Duftgeranien. Auch ich habe welche, nämlich Edelgeranien und Duftgeranien. Wobei, eigentlich sind’s ja keine Geranien, sondern Pelargonien. Aber seien wir nicht päpstlicher als der Papst, selbst eingefleischte

3. Okt. 2014

Ein Hoch auf die Butte

Hagebutten – was für eine Wonne in der Sonne. Mehr Vitamin C als Hagebutten hat keine andere heimische Frucht: Bis zu 1500 mg pro 100 g Frischgewicht! Das ist 30mal so viel wie eine Zitrone. Also ran die frechen Früchtchen.

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