Im Garten steigt einem gerade ein zauberhafter Duft in die Nase: Die Veilchen blühen. Man riecht sie viel früher als man sie sieht. Obwohl die Blumen doch Märzveilchen oder Fastenveilchen heißen, öffnen sie sich oft erst im April. Noch kann man sie finden.
Die Schlüsselblumen blühen! Was für eine Freude, sie symbolisieren den Frühlingsbeginn und sperren den Himmel auf, weil sie der Legende nach aus dem verloren gegangenen Schlüsselbund vom Himmelswächter Petrus entstanden sind.
Ein Extrakt aus Ginkgoblättern wird zur Steigerung der Hirnleistung und zum vorbeugenden Schutz von Nervenzellen empfohlen. Johann Wolfgang von Goethe hat das Ginkgoblatt in einem seiner Gedichte verewigt.
Der Mai wird bald kommen, die Bäume schlagen aus! Besonders schön: Buchen. Doch welche? Leicht zu verwechseln: Rotbuche (Fagus sylvatica) und Hainbuche (Carpinus betulus). Obwohl nicht einmal miteinander verwandt. Bei genauem Hinsehen aber dann doch einzigartig und unverwechselbar:
Shocking! Pflanzen können töten – nicht nur die fleischfressende Venusfliegenfalle, sondern auch scheinbar so harmlose Gartenpflanzen wie Apfel- und Walnussbaum.
Während Mann bei den Weiden (Salix) nur so protzt, bleibt Frau eher grau, besser grün. Fällt nicht auf, sehr bescheiden. Pamperlschicksen, Flitscherl, Dotschen?
Männer machen einfach mehr her! Schaut euch mal die Weiden (Salix) an – da zeigt das starke Geschlecht, was es drauf hat. Silberne Pelze, goldene Beutel, und immer schön hochgereckt. Echt, da kann keine Biene widerstehen…
Bei der Aussaat kommt es gelegen, wenn Samen recht handlich sind. Während Kürbis, Zucchini, Bohnen und Spinat recht große Samenkörner haben, bleiben die vom Möhren, Basilikum und Fingerhut sehr klein. Was es nicht einfach macht, sie dünn und fein zu verteilen.
Aquarienpflanzen sind gerade total in. Als außergewöhnliche Tischdeko, statt herkömmlicher Topfpflanzen. Im Blumengeschäft: Ein kleines Töpfchen, nicht mal so groß wie ein halber Joghurtbecher. Darin kleine Pflänzchen. 1-2-Grow!
Im Laubwald tut sich einiges unter dem alten Laub. Da drückt sich z.B. ein zartes Pflänzchen wie mit einem kräftigen Ellbogen ans Licht. Und was wird mal daraus?
Wunderbare Locken – ganz ohne Lockenstab, Lockenwickler, Dauerwelle und sonstige Tricks. Total modisch, die Vogelkirsche (Prunus avium), oder? Sie trägt nämlich eine Ringelborke. Was im Sommer und Herbst eher an einen Ringelpullover erinnert, schält sich jetzt zu Winterausklang in langen Locken ab. Da wäre sogar Rapunzel neidisch.
März – eigentlich schon ein Frühlingsmonat. Aber der Winter scheint nachholen zu wollen, was er bislang versäumt hat. Und da hat es die Haseln am Dienstag kalt erwischt… Apropos Haseln:
Warum der Erle das Holz blutet Vor langer Zeit, als die Bäume noch an ihren Kleidern schneiderten, häkelte sich die Erle runde Zäpfchen, strickte sich schlanke Kätzchen, plissierte sich dunkelgrüne Blätter, wirkte sich eine schlicht schwarze Borke. Fertig geworden, besah sie sich ihr Gewand und war zufrieden.
Während hierzulande der Winter wenig Schrecken verbreitet, ist mancherorts auf der Südhalbkugel selbst der Sommer eine echte Herausforderung. In der Antarktis klettern die Temperaturen dann kaum über minus 20 °C, nur wenige Tage bleiben so mild, dass Pflanzenwachstum überhaupt möglich ist. Dennoch wagt es die Antarktische Perlwurz (Colobanthus quitensis), ein Nelkengewächs. Schon bald werden für