Die Beeren sind – endlich – reif! Auf zur Ernte. Gerade eben reif – so geliert Johannisbeerkonfitüre besonders gut. Dafür schmecken vollreife Früchte einfach süßer. Was tun? Mischen. Die Beeren halten am Strauch 2-3 Wochen ohne zu verderben. Oder mehrere Sträucher verschiedener Sorten pflanzen, die unterschiedliche Reifezeiten haben. Mmmmmh… und da fällt mir noch ein
Leben undercover: wer nicht ganz genau hinschaut, hält diese Pflanzen für Steine. Die Sukkulenten aus der Familie der Mittagsblumen wachsen mehr unter als über der Erde. Die Blätter gleichen winzigen Wassertonnen, obenauf eine durchsichtige Haut, durch die das Sonnenlicht wie durch ein Fenster ins Blattinnere fällt. Perfekte Anpassung an die extrem heißen Wüstengebiete, in denen
Regen, Regen, Regen und Wärme – das lässt Gräser sprießen. Merkt jeder Gärtner am Rasen. Dem kann man fast beim Wachsen zuschauen. Wirklich und wahrhaftig das Wachstum verfolgen kann man beim Bambus. Selbst ohne Zeitrafferaufnahme lässt sich verfolgen, wie der in die Höhe schießt.
Gartenhütte, Geräteschuppen, Holzhäuschen – holzige Gewächse liefern den Baustoff. Manchmal werden Bäume auch selbst zu Bauwerken, es wird gepflanzt statt gebaut. Lebende Bauwerke kennt man im Garten z.B. von Weidentipi, Platanendach oder Laubenulme. Aus Weiden werden ganze Kirchen oder Dome errichtet, aus Linden architektonische Wunderwerke wie Kirchweih- oder Tanzlinden gezogen. In Form und Größe einzigartig
Ganz in Grün? Das gibt es tatsächlich unter Rosen, wenn auch selten. Bislang kennt man nur eine historische Rosensorte, die komplett auf Farben außer Grün verzichtet. Rosa chinensis `Viridiflora´ trägt Blüten, bei denen sämtliche Organe zu grünen laubblattartigen Gebilden umgewandelt sind. Das wird fachsprachlich als Verlaubung bzw. Phyllodie bezeichnet.
Wurzeln – die unbekannten Pflanzenteile, weil tief unter der Erde verborgen. Aber höchst leistungsfähige Organe, die Pflanzen sturmfest verankern, aus großen Tiefen mit Wasser versorgen. Wer je einen Baum im Garten gefällt und den Wurzelstock ausgraben musst, weiß wie Wurzeln wachsen. Unerreicht in den Dimensionen ist ein Getreide, der Roggen.
Obwohl Johanni schon vorbei ist – dieses Jahr ist das Johanniskraut ein wenig später dran als sonst so oft. Gerade jetzt kommt es zur Hochblüte. Aber: Nicht so ganz einfach, das Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum), auch Tüpfel-Johanniskraut, Herrgottsblut oder Teufelsflucht genannt, aus all den vielen anderen Hartheu-Arten sicher herauszufinden. Denn nur das Echte ist das wahre… Darauf ist
…werdet ihr finden. Auch Bienen müssen erst lernen, wie man an Nektar und Pollen bei den jeweiligen Blüten wie hier beim Borretsch (Borago officinalis) kommt. Aber wenn sie es dann mal beherrschen, geht es wie am Schnürchen – deshalb bleiben Bienen auch lange einer Blütenart treu.
Wenn mancher Hobbygärtner über die Unkrautplage Giersch stöhnt, oder die gefürchtete Zaunwinde als den ärgsten Feind betrachtet, dann sollte er zufrieden sein, es nicht mit der Wasserhyazinthe zu tun zu haben.
Bayern – Biergarten – Kastanienbaum. Gehört seit jeher zusammen. Unter den dicht schattenden Kastanienbäumen kann man in bayerischer Gemütlichkeit sitzen, das Bier bleibt schön kühl. Typisch bayerischer, deutscher Baum. Oder?
Ab Mitte/Ende Mai ist es warm genug, um Gurken zu pflanzen. Schlangengurken, Salatgurken, Minigurken, Senfgurken, Schmorgurken, Einmachgurken, Traubengurken, grüne Gurken, gelbe Gurken, eine riesige Vielfalt lässt sich da ziehen. Aber eine Gurke, die spritzt?
Am Abend eine Sonne klar, am Morgen ein Greis mit Silberhaar. Ein Windhauch bläst sein Leben aus, entschweben hundert Sterne draus. Und wo ein Sternlein zur Erde geht, in goldenen Sonnen es aufersteht. Heinz Ritter
Bright little Dandelion Lights up the meads, Swings on her slender foot, Telleth her beads, Lists to the robin’s note Poured from above; Wise little Dandelion Asks not for love.
Blauregen, auch als Glyzinen bekannt, sind für rasantes Wachstum und alles umschlingende Kräfte bekannt. Liebhaber nehmen für den Genuss der überschäumenden Blütenpracht all das in Kauf.
Wenn einem so viele blaue Blumengesichter entgegen strahlen, wer lächelt da nicht zurück? Der Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys) webt schon so kurz nach dem verspäteten Wintereinbruch der Woche wieder fröhliche Blütenteppiche und freut sich, dass die Sonne uns nicht vergisst. Nach altem Glauben kommt Regen und Gewitter, wenn man die blauen Blümchen abpflückt. Hat sich da einer
Investitionsfieber, Spekulationsblase, Börsencrash – das gab es schon im 17. Jahrhundert in den Niederlanden. Nur wurde damals nicht mit Gold, Aktien oder Immobilien gehandelt, sondern mit Tulpenzwiebeln.