Wurzeln für Gemüse Oben chic – unten dick: Schon mal Löwenzahn (Taraxacum officinale) aus dem Rasen gestochen? Mit ihm lässt sich am besten üben, denn er ist selbst mit größtem Fleiß kaum auszurotten. Und statt die herrlich fleischigen Wurzeln als Leckerbissen in Wühlmausfallen zu stecken, ab in die eigene Küche damit. Feinschmecker warten schon, gedünstet
In aller Regel beginnt die Ernte von wilden Wurzeln im Herbst, wenn sich die Pflanzen zur Ruhe zurückziehen. Sobald die oberirdischen Teile deutlich an Vitalität verlieren, steckt der ganze Reichtum in den Organen unter der Erde. Wer es nicht abwarten kann, wird von den Wurzeln enttäuscht.
Nicht umsonst werden beide gleichzeitig reif: Kürbis und Quitte sind einfach ein Traumpaar, ein dream-team. Also gleich mal ein Chutney draus zaubern: Kürbis und Quitte schälen, Fruchtfleisch fein würfeln. Zwiebelwürfel in etwas Öl anschwitzen, ordentlich mit Zucker bestreuen und karamellisieren, mit Essig (Weißwein-, Apfel-) und Fruchtsaft (Quitte-, Apfel-, Trauben-) ablöschen. Kräftig würzen, mit Salz, Pfeffer,
Frisch entdeckt: Gewöhnlicher Schneeball Die Früchte vom Gewöhnlichen Schneeball (Viburnum opulus) lassen die meisten Vögel unbeachtet, obwohl sie doch höchst verlockend rot leuchten. Erst wenn es in strengen Wintern gar nicht mehr zu fressen gibt, verleiben sich manche Vögel auch die Schneeballbeeren ein. Das liegt wohl an Geruch und Geschmack, denn die Früchte riechen unangenehm
Die Wurzel, das ist neben Blatt und Spross das dritte Grundorgan der Pflanzen. Niemals tragen sie Blätter, niemals werden sie grün. Wurzeln verankern die Gewächse im Boden, sind für die Wasser- und Nährstoffaufnahme zuständig und dienen der Speicherung. Bei vielen Arten wandeln sie dafür ihre Form, werden zur dicken Pfahlwurzel oder entwickeln sich zur Rübe
Die Wurzel oder Radix ist das Ergebnis des Wurzelziehens oder Radizierens. Die Wurzel aus vier ist zwei. Wer erinnert sich nicht an den Unterricht in der Schule? Um Wurzeln zu ziehen, muss man jedoch kein Mathematiker werden. Aber ein gewiefter Pflanzenfreund! Und letztlich darf man sich freuen, was die Natur so alles unter der Erde
„Wildgemüse in flüssiger Form enthalten alle Wertstoffe, die vom Körper mühelos aufgenommen werden, ohne den Verdauungsapparat im mindesten zu belasten.“
Traditionell und immer noch gut: Kürbisstückchen, süß-sauer mariniert. Passt als Snack, zur Brotzeit, als Beilage zu Kartoffeln… Festfleischigen Kürbis, z.B. Hokkaido, Butternut oder Delica, putzen und klein schneiden. Für den Sud 500 g Zucker, 250 ml Essig und 150 ml Apfelsaft aufkochen. 1 Zimtstange, 5-6 Kardamomkapseln, 1 Sternanis, 10 Pimentkörner, 1 kleine Chilischote und ein
Sensationell: Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana). Im Acker, im Garten, auf sandigen Randstreifen weithin verbreitet und überhaupt nicht selten, und doch nimmt kaum jemand Notiz von diesem Pflänzchen. Biologen, vor allem Genetiker, dafür umso mehr, aber im Labor. Nicht zuletzt auch das Helmholtz-Zentrum München. Von dort stammt das Foto, das in meinem neuen Bayern 1-Buch „77 Pflanzensensationen“
So langsam darf man ans Backen für die Adventszeit denken. Vanillekipferl, Zimtsterne, Kokosmakronen? Wirklich immer gut – aber wie wäre es mal mit Bäckereien der wilden Art? Mit Wildkräutern und Wildfrüchten, mit eher ungewöhnlichen Zutaten? Schlehenschäumchen etwa, oder Wald- und Wiesen-Glück. Was, wer, wie, wo?
Eher doch Platzerlbacken nach alter (guter) Tradition? Dabei hilft das Buch „111 Mal Weihnachten aus Großmutters Küche“ von Kräuterpädagoge und Koch Benjamin Amar. 74 Keksrezepte, 23 Konfektrezepte, 14 Rezepte über weihnachtliche Gebäcke ergibt genau 111-mal Weihnachten.
Frisch entdeckt: Amerikanischer Amberbaum Seine Blätter sehen fast aus wie Ahornlaub, und sind doch ganz anders: Der Amber- oder Seesternbaum (Liquidambar styraciflua) fällt im Herbst durch seine unglaublich leuchtkräftige Herbstfärbung auf. Seit dem 17. Jahrhundert ist er deshalb als Zierbaum in Europa beliebt. Seine anmutig geformten Blätter zeigen sich so bunt wie bei keinem anderen
Die Quitte – Symbol für Liebe, Glück, Fruchtbarkeit, Klugheit, Schönheit, Beständigkeit und Unvergänglichkeit. Leuchtend gelb, quittegelb. Verführerisch duftend. Was macht man eigentlich mit diesen Früchten? Raffiniert kochen – ganz einfach! Davon konnten sich unsere Teilnehmer gestern beim Küchen-Rendezvous „Kürbis trifft Quitte“ überzeugen! Zunächst haben Martin Irl und ich die Gäste überzeugt, dass man beileibe kein
Herbst – Kürbiszeit. An den dicken Beeren kommt nun wirklich niemand mehr vorbei. Sei es am Stapel am Straßenrand, sei es als Süppchen, sei es als Kuchen, sei es an Halloween. Ist aber auch gut so, denn die Kürbisse haben nur allzulange ein Schattendasein geführt, wurden als „Schweinefutter“ missachtet. Das haben sie nicht verdient –
Frisch entdeckt: Silberköpfchen Ob auf dem Balkon, im Herbstschmuck vorm Eingang, in Schalen für die Grabbepflanzung – die kleine Pflanze Calocephalus brownii (Leucophyta brownii) mit australischen Wurzeln bildet überall einen Blickfang. Das ungewöhnliche Aussehen mit silbernen, etwas wirr wachsenden Trieben haben dem Korbblütler viele Namen eingetragen, von Silberdraht, Silberfaden über Gitterpflanze, Stacheldraht oder Bonanzagras bis
Dessert? Ja bitte – aber nicht gar so süß. Können Sie haben, beim Küchen-Rendezvous „Apfel trifft Holler und Hagebutte“ gab es als krönenden Abschluss einen Apfel-Ofenschlupfer, dazu ein Hagebuttenparfait, einen Holunder-Zwetschgenröster und kleine Nuss-Strudel-Kekse. Der Ofenschlupfer entsteht aus altbackenem Weißbrot, Semmeln oder Hefezopf, in Scheiben geschnitten und mit Äpfeln in eine Form gelegt, mit
Siehst du draußen den Winter winken, sollst du Schlehenfeuer trinken – nein, quatsch, diese „Bauernregel“ ist frei erfunden. Aber rund um Schlehen drehen sich viele alte Weisheiten. „Wenn der Schlehdorn blüht am Hag, wird es Frühling auf einen Schlag.“ Mal bereits Ende März, sicher aber im April ziehen Schlehenhecken duftend weiße Bänder durchs Land. „Ist
Jetzt beginnt die hohe Zeit von Kraut und Kohl! Zuerst kommt der Spitzkohl mit seinen feinen Blättern. Ganz fix wird daraus ein feines Gemüse, nach Art von Bayrisch Kraut: entweder mit Kartoffeln ein vollwertiges Gericht oder als Beilage zu Braten und gebratenem. So geht’s: Zwiebeln anschwitzen, in Fleckerl geschnittenen Kohl dazu, etwas Zucker dazu,
Frisch entdeckt: Liebesperlenstrauch Ja da schau her! Glänzend lilafarbene Perlen am Strauch. Nachdem das Laub von den Ästen fällt, fallen sie richtig ins Auge. Es sind die Früchte von der Chinesischen Schönfrucht (Callicarpa), sehr treffend auch Liebesperlenstrauch genannt. Das höchstens schulterhohe Gehölz passt gut in lockere Zierstrauchhecken, zeigt sich mit unscheinbaren Blüten im Frühsommer und