In lokalen Gärtnereien, auf Wochenmärkten bekommt man vorzugsweise Pflanzen, die in der Region gezogen und pfleglich behandelt wurden. Damit es keine Zweifel gibt, kleben die Gärtner extra ein Schild "Ich bin von hier!" auf die Pflanztöpfe. Das lässt sich aber auch gut nachfragen! Dadurch bleibt den Pflanzen ein längerer Transportweg erspart. Garantie dafür, dass die Pflanzen später gut wachsen. Beim Gärtner vor Ort gibt es größere und weiter entwickelte Pflanzen als beispielsweise im Baumarkt oder beim Discounter. Weil die Pflanzen größer sind, leben sie länger und sind robuster.
Am falschen Ende sparen - das kann man auch bei Balkonblumen und Kübelpflanzen. Billig muss nicht immer gleich schlecht heißen, aber aufpassen und kritisch prüfen lohnt sich. Preisvergleich: Geranie beim Discounter 99 Cent, beim Bau- oder Gartenmarkt € 2,50, beim Gärtner € erst ab 3,50 - woher kommen solche Unterschiede? Und ist die Geranie, die Petunie, das Zauberglöckchen auch den Preis wert?
Dass ab Aschermittwoch Osterhasen und Ostereier die Supermärkte füllen, geht ja gerade noch an - obwohl Fastenzeit ist. Dass in den Gartenmärkten seit Lichtmess schon die Terrassenmöbel- und Grillsaison ausgebrochen ist, meinetwegen. Dass in den Modeläden trotz immer noch fröstelnder Temperaturen Spaghettiträger und Flipflops vorherrschen, egal. Aber was mich richtig nervt, sind Erdbeeren und Spargel!
Kräuter, die gibt es ganzjährig in jedem Supermarkt. Getopft, eingetütet. Für den Frischverzehr, sofort und gleich – denn solche Kräutertöpfe lassen sich kaum auf der Fensterbank weiterkultivieren. Innerhalb weniger Tage machen sie da die Grätsche, werden welk, bekommen Läuse, werden von Schimmel überzogen. Sie sind auch gar nicht zum langfristigen Ziehen gedacht, sondern für den
Salat kommt bei mir nicht aus der Tüte vom Supermarkt, sondern aus der Kiste, aus der eigenen kleinen Obstkiste. Mit wenig Aufwand lässt sich frisches Grün sogar auf dem Fensterbrett erzeugen. Wie sieht da die Ökobilanz aus?