Schön sauer, der Ampfer

Sauerampfer – klingt verächtlich aus dem Munde eines Weinliebhabers. Dagegen umso verlockender für einen Wildpflanzenkenner. Gerade sprießt er wieder, das Essigkraut, der Sauerlump, der Surimuri. Kaum jemand, der sich nicht erinnert, mit welcher Lust man als Kind die frischen Blätter des Sauerampfers von der Wiese gezupft und genüsslich zerkaut hat: so schön sauer! Da lief einem das Wasser im Munde zusammen und der Durst war gelöscht. Will nicht auch jeder Koch seinen Gästen ein solches Wohlgefühl vermitteln? Dann kommt er am Sauerampfer kaum vorbei.
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Sauer macht lustig

SauerampferfruechteDie Zeit für frische Sauerampferblätter ist schon vorbei, der Sauerampfer (Rumex acetosa) blüht bereits – da schmecken die Blätter eher streng, sind außerdem oft von Fraßspuren oder Pilzbefall durchlöchert. Aber die Blüten wie die rundum von einer feinen Flughaut umgebenen, dreikantigen Nussfrüchtchen (im Bild) eignen sich zum Verzehr.

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