Garten: Mähen, schneiden, ausputzen

Garten: Mähen, schneiden, ausputzen

Noch ist Hochsommer – wenigstens auf dem Kalender. Nach wie vor wächst, gedeiht und grünt es im Garten: höchste Zeit, die Blumenrabatten auszuputzen. Freunde englischer Rasenkultur sollten jetzt besonders oft Hand an den Mäher legen. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br-online.

Bauernregel:
Fängt der August mit Donner an,
er’s bis zum End nicht lassen kann.

Ausputzen für mehr Blütenputz
Gehen Sie regelmäßig durch den Garten und schneiden Sie verwelkte Blüten ab, etwa bei Mädchenaugen, Phlox oder Zinnien. Das fördert den Ansatz neuer Knospen, so hält die Blütezeit viel länger an. Schneiden Sie bei Dahlien die ersten Blütenköpfe für die Vase, entwickeln sich viele zusätzliche Knospen. Ernten Sie auch Zucchini, Bohnen und Gurken schon jung, damit sich noch weitere Früchte bilden.

Abschneiden für neue Bodendecke
Niedrige Storchschnabelarten, Golderdbeeren und Dickmännchen sowie viele weitere Bodendecker haben kräftige Ausläufer gebildet. Die können Sie jetzt abtrennen und neu einsetzen, um etwa weitere Flächen mit den pflegeleichten Bodendeckern zu begrünen. Die Pflanzen gedeihen vor allem dort gut, wo Rasen kaum noch wächst, z.B. im Schatten unter dichten Baumkronen.

Mähen für dichten Gräserteppich
Mähen, mähen, mähen – möglichst einmal pro Woche, das ist unerlässlich für einen Rasen nach englischem Vorbild, insbesondere bei den diesjährigen Witterungsverhältnissen. Der viele Regen lässt die Gräser kräftig wachsen. Damit der grüne Teppich dicht bleibt, dürfen die Gräser höchstens um die Hälfte eingekürzt werden. Mähen Sie zu tief, kann die Grasnarbe geschädigt werden. Mähen Sie zu hoch, verfilzt der Rasen und wird schütter. Die intensive Rasenpflege umfasst auch regelmäßige Düngung, gönnen Sie jetzt Ihrem Rasen noch einmal eine Rundumversorgung mit Nährstoffen.

Kennen Sie das?
Samenunkräuter
Ein Löwenzahn entwickelt rund 3000 Fallschirmchen mit Samen. Doch das Franzosenkraut bildet pro Saison 300.000 Samen. Unglaubliche Vermehrungsfreude zeichnet Pflanzen aus, die als Samenunkräuter im Garten jede freie Stelle besiedeln. Gewöhnlich sind es Gewächse mit kurzer Lebensdauer. Doch Franzosenkraut wie auch Kanadisches Berufkraut, Gänsefuß, Rainkohl, Nelkenwurz, Klettenlabkraut, Gänsedistel, Vogelmiere oder Hühnerhirse können sich dank ihrer ungezählten Samen, die viele Jahre lang keimfähig bleiben, explosionsartig ausbreiten. Sofern man ihnen die Chance dafür gibt. Samenunkräuter dürfen gar nicht erst zur Reife kommen. Beständiges Jäten ist wichtig, die Kräuter müssen schon vor der Blüte entfernt werden, Dann dürfen sie ohne Weiteres auf den Kompost. Bereits voll erblühte oder gar Samen tragende Exemplare allerdings müssen auf anderem Weg entsorgt werden, weil man sonst über den Kompost ihre Saat überall hin verbreitet.

1 Kommentar
  • Laura
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    Die meisten Pflanzen müssen regelmäßig beschnitten werden, damit sie gesund und vor allem viel wachsen. Woran das genau liegt, kann ich auch nicht sagen, aber bei meiner Kirschlorbeer im Garten merke ich das immer extrem. Pflanzenfuß, Reben und Rosen wachsen dann einfach kräftiger.
    Dank für deinen Artikel, ich hab noch so einiges für mich draus ziehen können.
    Ergänzend vielleicht noch zwei Dinge; Wichtig ist meiner Erfahrung nach der Zeitpunkt. Nicht zu früh schneiden und nicht zu spät. Dann macht man womöglich mehr kaputt als dass man hilft. Und die beschnittenen Äste sterben ab.
    Eine zweite Sache ist die scharfe, vernünftige Schere. Wenn sie stumpf ist, verletzt sie die Pflanzen und das mag die gar nicht beim Wachsen. (Quelle: https://www.gartenschere.com/rebschere/ )

    Ich lasse liebe Grüße da!
    Laura

    11. September 2017 um 10:14

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