Garten: Es keimt und sprießt allerorten

Die ersten Garten-Pflanzen treiben bereits aus, höchste Zeit also, jetzt noch Gehölze per Rückschnitt zu verjüngen. Und auch die Gemüsesaison hat bereits begonnen – zumindest auf der Fensterbank. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br-online.

Bauernregel:
St. Matheis (24.2.) bricht’s Eis,
hat er keins, macht er eins.

Für Eilige
In vielen Gärten treibt bereits der Rhabarber, die rötlichen Blätter sind schon handtellergroß. Stülpen Sie einen großen Eimer über oder errichten Sie mit Latten eine Art Zelt und decken Sie mit gelochter, schwarzer Folie ab. Unter der wärmenden Hülle wächst der Rhabarber besonders zügig – mit etwas Glück können Sie in vier bis fünf Wochen die ersten zarten Stangen ernten. Erdbeeren kann man ebenfalls wesentlich früher ernten, wenn man bereits jetzt einen Folientunnel darüber stellt. Außerdem hält der Folientunnel Regen ab, was einem Befall mit Grauschimmel vorbeugt.

Sträucher verjüngen
Ziersträucher kann man derzeit noch gut zurückschneiden. Flieder, Pfeifenstrauch, Schneeball, Spierstrauch, Hartriegel, Sommerflieder und andere Sommerblüher dürfen radikal bis auf kurze Stummel zurückgeschnitten werden, wenn diese lange nicht gepflegt worden sind und ein wirres Astgeflecht entwickelt haben. Auch Schneeball- und Rispenhortensie, die am einjährigen Holz blühen, werden kräftig geschnitten. Bauernhortensien mit ihren dicken, kugeligen Blütenständen dagegen darf man nur die alten Blütenstände oberhalb des ersten neuen Knospenpaars entfernen. Denn sie blühen am alten Holz, ihre Blütenknospen sind bereits im Vorjahr angelegt worden. Und da die Knospen empfindlich gegen Spätfröste sind, sollten Sie die Bauernhortensien bei strengen Nachtfrösten mit Vlies abdecken.

Zur Saat alles parat?
Die Tage sind wieder lang genug, dass man mit der Aussaat auf dem Fensterbrett langsam beginnen kann. Paprika, Auberginen, Kohlrabi, Lauch und Salate können Sie jetzt schon vorziehen. Bevor Sie loslegen, prüfen Sie, ob alle Utensilien zur Hand sind: Saatschalen, Töpfchen, Multitopfplatten oder andere Gefäße, z.B. Eierschachteln, Joghurtbecher. Eine hochwertige Aussaaterde, keinesfalls aufgedüngte Blumenerde. Minigewächshaus oder Abdeckhauben, damit die Saat schön warm und feucht steht. Keimfähiges Saatgut. Brettchen, um die Erde anzudrücken, und Sprühflasche, um die Erde zu befeuchten. Eventuell eine elektrische Heizmatte, um die Saaten von unten zu wärmen.

Kennen Sie das?
Keimblätter
Immer wieder staunt man darüber, wie aus einem unscheinbaren Samenkörnchen plötzlich zartes Grün hervorsprießt und sich die ersten Blättchen entfalten. Diese ersten Blätter, Keimblätter genannt, sehen gewöhnlich ganz anders aus als die richtigen Laubblätter, die sich später entwickeln. Zu beobachten bei Stangenbohnen, Radieschen, Sonnenblumen und vielen anderen. Sie sind schlicht und einfach gestaltet, oft rundlich bis eiförmig, teils auch nadelartig. Bei den meisten Pflanzen erscheint ein Blattpaar, bei einigen wie Lilien, Zwiebeln, Mais oder Gräsern aber auch bloß ein einzelnes Keimblatt. Bisweilen kann man auch gar keine Keimblätter entdecken, es bilden sich sofort richtige, für die Art typische Blätter. Das ist z.B. bei der Feuerbohne oder der Eiche der Fall – ihre Keimblätter bleiben im Boden in der Samenschale und werden dort aufgezehrt.

Ein Gedanke zu „Garten: Es keimt und sprießt allerorten“

  1. Also, irgendwie scheint es bei dir deutlich wärmer zu sein als hier am Ammersee.
    Schneeglöckchen und ein paar kümmerliche Spitzen von Osterglocken. Mehr ist hier noch nichts zu sehen.

    Liebe Grüße
    Renate

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