Garten: Hochsaison für Zimmerpflanzen

Garten: Hochsaison für Zimmerpflanzen

Frostige Zeiten allerorten – oder zumindest draußen in den Gärten: Dort ist jetzt Winterruhe angesagt. Zimmerpflanzen hingegen haben jetzt Hochsaison, und auch Winterkräuter wie der Thymian sind gerngesehene Gäste auf der Fensterbank. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de, diesmal sind es vor allem Zimmer-Gartentipps.

Aber jetzt ist’s kalt:
• Wohl dem, der eine dicke Schneemütze trägt.
• Fein raus, wer sich in dicken Pelz hüllt.
• Gut dran, wem Frost nichts ausmacht.

Bauernregel:
Ist’s Lichtmess (2.2.) licht,
geht der Winter nicht.

Blütenträume ohne Ende
Orchideen auf der Fensterbank sind wahre Hochleistungssportler, wenn es ums Blühen geht. Doch irgendwann müssen auch sie einmal eine Pause einlegen. Gerade jetzt werfen viele Nachtfalterorchideen (Phalaenopsis) ihre welken Blüten ab, übrig bleiben allein die langen Stängel. Schneiden Sie diese Triebe nicht ab, denn meistens bilden sich daran Seitentriebe, wiederum dicht besetzt mit Blütenknospen. Nur was von selbst eintrocknet, wird entfernt.

Blattschönheiten mit Glanz
Wenn Zimmer- und Kübelpflanzen gelbe Blätter bekommen, ist dies gewöhnlich ein Zeichen für Lichtmangel. Kurze Tage, trübes Wetter, wenig Sonne – selbst unmittelbar am Fenster ist es vielen Pflanzen in unserem Winter zu dunkel. Und das quittieren Efeu, Birkenfeige, Aralie wie Zitronenbäumchen, indem ihre Blätter vergilben oder das Laub gar abgeworfen wird. Ist aber nicht so schlimm, sofern nicht irgendwelche Schädlinge Schuld sind. Wenn der Frühling kommt, treiben die Gewächse wieder kräftig nach.

Kräuterwürze von Dauer
Winterkräuter wie Thymian, Rosmarin, Oregano, Winterestragon oder Olivenkraut werden derzeit häufig angeboten. Sie liefern frische Würze für die Küche, heilsame Blätter für einen Tee, würzigen Duft für den Raum. Damit die Kräuter lange halten, sollten sie so hell wie möglich und auch eher kühl bei 10-15 °C aufgestellt werden – aber nicht draußen, dort ist es den Topfpflanzen jetzt viel zu kalt. Erst wenn es nahezu frostfrei bleibt, dürfen die Kräuter im Freien stehen. Gießen Sie sparsam, die Erde darf nicht vernässen! Die Erde nur gerade eben leicht feucht halten und zwischendurch gut abtrocknen lassen.

Gartenweisheit
„Der Boden sollte den Himmel nie sehen.“
Stimmt, denn nackte Erde ist allen Witterungseinflüssen schutzlos ausgesetzt. Regen, Wind und Kälte können dem Boden, das wichtigste Gut eines jeden Gartens, ziemlich zusetzen. Selbst bei schweren Böden, die man früher stets über den Winter grobschollig umgegraben liegen ließ, damit der Frost die Brocken sprengt und lockert, nutzt man besser eine Gründüngung. Probieren Sie es doch mal aus in der kommenden Saison: Lassen Sie auf einer kleineren Fläche die Hälfte des Boden unbedeckt, die andere Hälfte säen Sie ein, z.B. mit Sommerblumen – und prüfen Sie einige Wochen später nach. Bei der nackten Fläche wird die Erde hart und rissig sein, auf der bepflanzten dagegen locker und feinkrümelig.

3 Kommentare
  • Ich habe mal eine (vermutlich peinliche) Orchideen-Frage … Ich habe zwei Phalaenopsis, die vor zwei Jahren wunderbar geblüht haben. Dann ist allerdings der Blütenstengel eingetrocknet, und ich habe ihn abgeschnitten. Seitdem tut sich nichts mehr. 🙁 Habe ich damit meine Orchideen auf immer ruiniert?!Ich dachte, der Stengel treibt von selber wieder aus…

    Betrübte Grüße,
    Doris

    5. Februar 2012 um 13:39
  • Hallo Karin,

    da bin ich jetzt echt erleichtert… Ich ziehe die Töpfe jetzt mal für ein paar Wochen ins noch kühlere Treppenhaus um, und dann schaun mer mal! Vielen Dank für den Tipp.

    Viele Grüße,
    Doris

    7. Februar 2012 um 23:50

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