Garten: Hitzefragen

Garten: Hitzefragen

Strandflieder 1Die Hundstage machen ihrem Namen alle Ehre. Da stellen sich dem Gärtner so einige Fragen. Aber in den lauen Sommernächten lässt sich auch herrlich in den Sternenhimmel gucken. Und vielleicht was grillen, dazu passt das Stachelbeerchutney aus dem Gartenrezept der Woche. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Strandflieder
Schon mal im August am Strand des Mittelmeers in voller Sonne gelegen? Oder in Küstengebirgen der Mittelmeerinseln gewandert? Da ist es richtig warm, so heiß und trocken,  dass einem der hiesige Sommer fast schon wieder kühl vorkommt. Wer solche Verhältnisse gewöhnt ist, wächst in Jahren wie diesen besonders gut. Sommer, Sonne, Strand – der Strandflieder (Limonium sinuatum) fühlt sich da pudelwohl. Vielleicht sollte man sich den mal für den nächsten Sommer vormerken? Braucht nicht gegossen zu werden…

Bauernregel:
Hundstage (23.7.-23.8.) heiß,
Winter lange weiß.

GiesskannenRasen wässern oder nicht?
Ihr Rasen ist braun und völlig vertrocknet? Da brauchen Sie auch jetzt nicht zu gießen, die Gräser werden sich erst erholen, wenn es mal ausgiebig und länger anhaltend regnet. Würden Sie jetzt den Rasensprenger in Aktion setzen, müssten Sie ihn täglich drei, vier Stunden laufen lassen, damit überhaupt ein Effekt eintreten würde. Und das solange, bis ergiebige Niederschläge fallen. Das kostet viel kostbares, teures Wasser. Dann doch besser mit einem „Trockenrasen“ arrangieren – immerhin ist da auch kein Moos mehr drin. Haben Sie allerdings bislang immer wieder gewässert, sollten Sie das auch weiterhin so halten. Damit es nicht gar so ins Geld geht, können Sie die Gießintervalle etwas ausdehnen, also nur jeden zweiten oder dritten Tag gießen.

Erdbeeren pflanzen oder nicht?
Solange die heiße und trockene Witterung andauert, sollte man keine neuen Pflanzen in den Garten setzen. Obwohl Erdbeer-Pflanzzeit ist, warten Sie nicht nur mit Erdbeeren lieber, bis wieder feucht-kühlere Zeiten anbrechen. Selbst Containerpflanzen mit reichem Wurzelwerk machen schnell schlapp, erst recht Erdbeer-Ableger oder kleine Sommerblumen. Denn auch wenn Sie gründlich angießen: Der umgebende Boden ist so trocken, dass er den Pflanzen das Wasser raubt. Und die Verdunstung ist so hoch, dass die Wurzeln gar nicht so schnell trinken können. Falls Sie doch etwas frisch pflanzen, müssen Sie diese Gewächse täglich ausgiebig wässern, am besten morgens und abends.

Rosen_Blueten welken bei Hitze schnellRosen düngen oder nicht?
Trotz anhaltender Dürre und großer Hitze, unter der sogar Bäume und Sträucher sichtlich leiden, machen die Rosensträucher in den meisten Gärten doch noch einen recht frischen, vitalen Eindruck – dank sehr tiefreichender Wurzeln. Viele sind gerade noch einmal so richtig in Fahrt gekommen und haben viele Blüten gebildet. Das wirft die Frage auf, ob die Rosen denn dann nicht auch Nährstoffnachschub brauchen? Antwort: Jetzt nicht mehr, denn damit der Dünger zu den Wurzeln gelangt, müsste es anhaltend regnen oder man gießen, gießen, gießen. Flüssige Düngerlösung bleibt sonst in der obersten Erdschicht, wo die Rosen gar nichts damit anfangen können. Fester Dünger wird gar nicht umgesetzt, weil die Bodenorganismen ebenfalls dursten und kaum arbeiten. Zudem würde der Düngernachschub nur Wachstum ankurbeln, das wiederum den Wasserbedarf erhöhen –Stress pur.

StachelbeerchutneyGartenrezept
Stachelbeer-Chutney
Sommer im Garten ist auch Grillzeit – da kommen feine Saucen zum Grillfleisch und Grillgemüse sehr gelegen. Hochsommer ist gleichzeitig Beerenzeit, da wollen die Früchtchen vernascht und verarbeitet werden. Warum nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden? Und aus den frisch geernteten Beeren ein fruchtig-scharfes Chutney kochen, damit lassen sich so manche „gnäschigen Mäulchen“ verführen…
300 g Stachelbeeren
3 große Aprikosen
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 kleines Stück Ingwer
1 Chilischote
2 Esslöffel Pflanzenöl
4 Esslöffel brauner Zucker
4 Esslöffel Fruchtessig, z.B. Mangobalsam, ersatzweise Apfelessig
1 halbe Zimtstange
Salz, Curry
Stachelbeeren waschen, trocknen und die Blütenreste sowie Stiele entfernen, halbieren.
Aprikosen waschen und entsteinen, in kleine Stücke schneiden.
Zwiebel und Knoblauch schälen, fein würfeln.
Ingwer und Chili fein würfeln.
Zwiebeln im heißen Pflanzenöl anschwitzen, Knoblauch und Früchte zugeben, mit dem Zucker bestreuen und bei nicht zu starker Hitze unter stetigem Wenden leicht karamellisieren. Mit Essig ablöschen. Ingwer, Chili und Zimt zugeben. Bei milder Hitze im offenen Topf alles sehr weich kochen, dabei immer wieder umrühren.
Mit Salz und Curry pikant abschmecken.

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