Garten: Einwintern

Garten: Einwintern

Es ist höchste Zeit, den Garten winterfest zu machen. Rosen und andere Pflanzen müssen gut eingepackt werden, damit sie den Winter gut überstehen. Andere Pflanzen sollten auf keinen Fall draußen bleiben. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.
Verfröstelt und zugeschneit – aber nur vorübergehend:
• Manche Rose trug ein Schneehäubchen.
• Manches Blatt war vom Frost verziert.
• Ringelblumen haben dem frühen Wintereinbruch gut getrotzt.

Bauernregel:
An Allerheiligen (1.11.) sitzt der Winter auf den Zweigen.

Winterschutzmaßnahmen
Schnee und Nachtfrost mahnen deutlich, dass es jetzt höchste Zeit ist, den Garten winterfest zu machen. Beetrosen häufelt man an, schiebt also rund um die dicke, knubbelige Veredelungsstelle – das empfindlichste Organ – lockere Erde an, deckt zusätzlich Laub und Fichtenreisig darüber. Das ist bei frisch gepflanzten Rosen ganz besonders wichtig, um sie vor Frost, noch viel mehr aber vor austrocknendem Wind und Sonneneinstrahlung zu schützen. Unbedingt vorher von allen Trieben sämtliche alten Rosenblätter sowie bereits abgeworfenes Laub sorgfältig entfernen, sofern von Sternrußtau oder Mehltau befallen. Sonst können diese Schadpilze unter dem Winterschutz überdauern und die Rosen im nächsten Frühling umgehend wieder infizieren.

Frostschutzarbeiten
Immergrüne Sträucher fühlen sich im hiesigen Winter nicht gerade wohl. Sie leiden weniger unter Frost, als unter zu viel Nässe. Deshalb bekommen Rhododendren, Stechpalmen, Buchs und Bambus jetzt eine dicke Mulchschicht untergelegt, das hält den Boden länger warm und feucht. Dafür eignen sich trockenes Laub oder Rindenhumus, aber auch zierende Rindenschnitzel. Lavendel, Currykraut, buntblättrige Salbeisträucher, Rosmarin, Olivenkraut und Weinraute werden mollig eingepackt, sie werden rundum mit Laub umfüttert oder in Wintervlies eingewickelt.

Einwinterungsaktionen
Dahlien, Gladiolen, Knollenbegonien und weitere Knollengewächse, die nicht winterhart sind, müssen jetzt ins Winterlager. Der Frost hat die oberirdischen Teile zum Absterben gebracht, die Stängel kappt man ungefähr eine knappe Handbreit über dem Ansatz. Die Knollen holt man mit einer Gabel aus dem Boden und lässt sie zunächst noch 1-2 Wochen an einem kühlen, trockenen Ort liegen. Dann kann die noch anhaftende Erde abgeschüttelt werden. Man packt die Knollen dann in Sägespäne, Rindenhumus oder in gelochte Plastiktüten und lagert sie dunkel und kalt bei 5 °C.

Gartenweisheit
Knollengewächse
Wer Dahlien kultiviert, kennt sie: die Knollen. Es sind fleischige, verdickte Organe, die den Pflanzen als Speicher dienen. Knollen sind einerseits umgebildete Wurzeln wie bei Dahlien, Gladiolen, Freesien, Ranunkeln und Steckrüben sowie Topinambur. Andererseits gelten auch verdickte Bereiche an unterirdischen Sprossen als Knollen, etwa bei Kartoffeln oder Krokussen. Kohlrabi bildet seine Knollen über der Erde, es sind mächtig aufgetriebene Stängel. Ähnlich verhält es sich bei den Roten Beten und bei Radieschen. Im Unterschied zu den Zwiebeln, bei denen ausschließlich an der Spitze die Triebe erscheinen, kommen bei Knollen oft an mehreren Stellen die Sprosse zum Vorschein. Allgemein gelten Knollengewächse als nicht frostfest, allein die kleinen Knöllchen der Krokusse und Anemonen können gut geschützt im Erdreich und am besten noch unter dicken Mulchschichten den Winter draußen überdauern.

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