Garten: Grün, grüner, Gründonnerstag

Garten: Grün, grüner, Gründonnerstag

GoldkrokusDer Frühling kommt nicht so recht in Gang, aber bald steht Ostern vor der Tür. Da wird Grünes immer wichtiger, deshalb dreht sich hier alles darum. Im Gartenrezept diesmal: Brennnesselspätzle! Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Goldkrokus
Seit 1579 schmückt der goldgelbe Krokus aus dem östlichen Mittelmeerraum die Gärten in Mitteleuropa. Stets hat er die Menschen mit seiner intensiv leuchtenden Blütenfarbe in den Bann gezogen. Doch heute sieht man ihn nur noch selten, denn statt der Wildart wird eine Hybridform Crocus x luteus gezogen. Deren Blüten sind leuchtend orangegelb, setzen aber keine Samen an.

Bauernregel:
Dem Golde gleich ist Märzenstaub,
er bringt uns Kraut und Gras und Laub.

Rosen_der Winterschutz darf wegDas Grün soll wachsen
Allmählich wird es Zeit zum Austreiben, auch bei den Rosen. Von Beetrosen nimmt man jetzt den Reisigschutz ab, damit die Triebe mehr Licht bekommen und aus den Knospen Blätter treiben. Auch Vlies oder Jute, mit dem man die oberirdischen Triebe den Winter über eingepackt hatte, kommen weg. Zusätzlich wird abgehäufelt, also die schützende Erdschicht über der Veredelungsstelle entfernt. Mit dem Schnitt der Rosen darf man jedoch getrost noch warten.

Schnittlauch treibtDas Grün soll schmackhaft werden
Lust auf Schnittlauch? Damit man schnelle ernten kann, jetzt einen durchsichtige Kunststoffhaube oder Treibglocke über den bereits austreibenden Schnittlauch stülpen – dann treiben die Halme sehr zügig. Mit etwas Glück um vier, mindestens aber um drei Wochen lässt sich die Ernte beim Rhabarber verfrühen, wenn man die mächtigen Stauden jetzt mit einen großen Eimer oder Vlies und schwarzer Folie abdeckt. Immer für Belüftung sorgen (Locher im Eimer, Lochfolie), damit die austreibenden Blätter nicht faulen. Löwenzahn kann man antreiben, indem einfach große Tontöpfe über die Blattrosetten gestellt werden. Im Dunkeln wachsen viele helle, zarte, wenig bittere Blätter heran.

BodendeckerDas Grün soll dicht werden
Um sich die Gartenpflege zu erleichtern, werden im März kleine oder größere Flächen im Garten mit Bodendeckern begrünt. Da solche Pflanzaktionen je nach Flächengröße ziemlich ins Geld gehen können, sollte man sich zunächst in Ihrem Bekanntenkreis umhören, ob sich dort nicht kostenlos Pflanzware abzuholen ist. Denn: Bodendecker wie Kaukasus-Storchschnabel (Geranium macrorrhizum), Kleines Immergrün (Vinca minor), Kriechender Günsel (Ajuga reptans) oder Golderdbeere (Waldsteinia ternata) lassen sich sehr leicht durch Teilung vermehren. Einfach an mehreren Stellen einige Soden aus dem Pflanzenteppich herausstechen und in kleine Stücke teilen. Diese setzt man nach gründlicher Bodenvorbereitung auf der vorgesehenen Fläche im eigenen Garten wieder ein.

Rasen vom Laub befreien und duengenDas Grün soll satt werden
Es sollte endlich vorbei sein mit dem Winter, da soll der Rasen wieder richtig sprießen. Erste Maßnahme: alte Blätter und herabgefallene Äste vom Rasen entfernen. Wichtig ist, dass der grüne Teppich jetzt viel Licht bekommt, damit er sich schnell von den Winterstrapazen erholt. Wenn es bereits warm genug ist, sollten der Rasen außerdem mit einem Langzeit-Dünger versorgt werden. Das kurbelt das Wachstum der Gräser zügig an und bereitet die Fläche optimal fürs jährliche Vertikutieren vor.

BrennnesselspaetzleGartenrezept
Brennnesselspätzle
Nie sind sie besser als jetzt, die Brennnesseln. Frisch ausgetrieben, noch nicht mal richtig grün und doch so voller Vitamine und Mineralstoffe. Schnell hat man eine Portion gepflückt. Die zarten Spitzen wandern umgehend in einen vollwertigen Teig. Und sind in kurzer Zeit als grüne Spatzen auf dem Teller. Statt Brennnesseln kann man ebenso andere Wildkräuter wie Gänseblümchen oder Bärlauch oder auch Petersilie verwenden.
Für 4 Personen:
400 g Dinkelmehl
4 Eier
200-300 ml Milch
½ TL Salz
2 große Handvoll Brennnesseln
100 g Butter
1 Zwiebel, fein gewürfelt
Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, Muskat
4 EL Öl
200 g geriebener Parmesan
Aus Mehl, Eiern, Salz und so viel Milch einen Spätzleteig zubereiten, der schwer vom Löffel reißt. 15 Minuten quellen lassen.
Brennnesseln waschen, gut abtrocknen. Ein paar schöne Blätter zurücklegen.
20 g Butter erhitzen, die Zwiebelwürfel und die Brennnesseln zugeben. Wenden, zusammenfallen lassen. Mit wenig Brühe ablöschen und weich garen. Herausnehmen und fein pürieren oder hacken. Unter den Spätzleteig mischen.
Einen großen Topf Wasser zum Kochen bringen, salzen, den Spätzleteig portionsweise darin zu Spätzle schaben oder hobeln. Wenn die Spätzle aufsteigen, mit dem Schaumlöffel herausholen und warm stellen.
Die restliche Butter in einer Pfanne zusammen mit 4 EL Öl erhitzen. Die beiseitegelegten Brennnesseln darin ausbraten, auf Küchenpapier abtropfen und leicht salzen.
Die Spätzle mit den frittierten Brennnesseln und Parmesan servieren.

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