Garten: Stille Zeit

Garten: Stille Zeit

Mit Frost und Schnee ist im Garten Ruhe eingekehrt. Da darf auch mal der Gärtner ruhen. Wer damit nicht zurecht kommt, der kann sich derweil die Zeit mit der Aufzucht von Hyazinthen vertreiben. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Der Winter ist eingekehrt:
• Den Rasen deckt ein weißes Tuch.
• Die Blätter zieren Raureifnadeln.
• Die letzten Blüten beugen sich der Kälte.

Bauernregel:
Wenn die Kälte in der ersten Adventswoche kam,
so hält sie volle zehn Wochen an.

Nur die Ruhe
Mit Frost und Schnee ist im Garten Ruhe eingekehrt. Da darf auch der Gärtner mal ruhen. Im wahrsten Sinn des Wortes, denn sonst allfälligen Arbeiten wie Obstbaumschnitt oder letztes Pflanzen fällt heuer zu dieser Zeit aus. Für einen Winterschnitt ist es bereits zu kalt. Gefrorene Äste können beim Einkürzen brechen und große Wunden in der Rinde verursachen. Durch frische Schnittwunden kann starke Kälte bis tief ins Holz eindringen und im schlimmsten Fall zum Absterben führen. Obwohl die Erde noch nicht gefroren ist, sollte man dennoch nicht mehr pflanzen. Die frisch gesetzten Gewächse können gar nicht mehr einwurzeln, dafür ist die Witterung nun schon zu ungünstig geworden.

Nur ein wenig
Im Winterquartier sollte man immer mal wieder lüften, natürlich nur bei milden Temperaturen. Halten Sie sich mit dem Gießen zurück, geben Sie den Gewächsen jetzt nur so viel Wasser, wie sie unbedingt benötigen. Der Wurzelballen darf nur gerade eben feucht sein. Je kühler die Pflanzen stehen, desto weniger muss man gießen – hier wirkt ein zu feuchtes Substrat sogar fatal. Kälte und gleichzeitig Nässe, das vertragen die Wurzeln gar nicht. Deshalb Erde vor dem Gießen mit den Fingern testen, oder gegen den Topf klopfen. Klingt es hohl, gibt man etwas Gießwasser nach.

Nur mit Geduld
Noch freut man sich auf den Winter, aber bald schon wird die Sehnsucht nach Grün und Blüten wieder erwachen. Damit nach Weihnachten ein Hauch von Frühling durchs Haus ziehen kann, muss man jetzt bereits aktiv werden und Hyazinthen treiben. Speziell für die Treiberei vorbehandelte Zwiebeln (gibt es im Fachhandel) werden auf Hyazinthengläser gesetzt, die man so weit mit Wasser füllt, dass der Zwiebelboden keinen Kontakt zur Wasseroberfläche hat. Nehmen Sie abgekochtes oder stilles Mineralwasser, das bleibt länger klar. Auf die Zwiebel kommt ein Hütchen, als Ersatz für das deckende Erdreich. Zunächst sehr kühl bei 5-10 °C aufstellen, bis sich viele kräftige Wurzeln gebildet haben. Dann mehr Wärme geben, so um 15-18 °C. Das Hütchen wird entfernt, sobald es die Blütentriebe in die Höhe heben.

Gartenweisheit
Zapfen
Draußen sieht man sie gerne als Schmuck an den Bäumen, drinnen verwendet man sie häufig in der Vorweihnachtszeit für Dekorationen, ein Kaminfeuer heizen sie gut an: Zapfen. Sie bestehen aus einer Zapfenspindel, um die sich nach einem arttypischen Bauplan die Zapfenschuppen aufreihen. Dazwischen liegen gut geschützt die Samen. Sobald die Witterung günstig ist, spreizen sich die Schuppen auf oder fallen ab, um die geflügelten Samen frei zu geben. Form und Farbe der Zapfen sind für jede Baumart kennzeichnend. Bei Fichten hängen die Zapfen herab und fallen als Ganzes herunter. Bei Tannen stehen die Zapfen an den Zweigen aufrecht, schon am Baum lösen sich die einzelnen Schuppen ab. Neben den Koniferen, den Zapfenträgern, gibt es als Einzige unter den Laubbäumen die Erle, die ebenfalls Zapfen trägt.

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