Garten: Start in die Pflanzsaison

Garten: Start in die Pflanzsaison

Jetzt heißt es nochmal Ärmel hochkrempeln und ab ins Beet mit immergrünen Gehölzen, Ziergräsern und Blumenzwiebeln. Diese Pflanzen wollen zu Herbstbeginn eingebettet werden. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br-online.

Bauernregel:
Durch des Septembers heit’ren Blick
schaut nochmals der Mai zurück.

Gut gepflanzt…
…ist schon gewonnen! Jetzt sollte man die Zeit nutzen, um immergrüne Gehölze wie Buchs, Lorbeerkirsche, Rhododendron, Lebensbaum sowie Clematis und Frühlings- wie Sommerstauden pflanzen. Auch Ziergräser wie Lampenputzergras, Rutenhirse, Blaustrahlhafer oder den schwarzen Schlangenbart setzt man jetzt zu Herbstbeginn. Von den Blumenzwiebeln gehören Schachbrettblumen, Märzenbecher und Lilien sofort nach dem Kauf in die Erde. Alle diese Arten wachsen im gut durchwärmten Boden gut an, die milden Lufttemperaturen fördern das Wachstum. Gepflanzt wird am besten am späteren Nachmittag, niemals jedoch mittags oder bei vollem Sonnenschein. Gründliches Wässern nicht vergessen, zusätzlich sind Regenschauer sehr willkommen.

Gemüse satt
nach dem Sommer- kommt jetzt das Herbstgemüse! Rosenkohl wird gekappt, damit sich knackige Röschen entwickeln. Lauch wird angehäufelt, damit sich dicke weiße Schäfte bilden. Feldsalat wird gesät, sehr gründlich angedrückt und während der langen Keimzeit von 3-4 Wochen mit Vlies gleichmäßig feucht gehalten. Auch Radieschen und Pflücksalat, Asia-Salate und Senfkohl, Spinat und Kerbel kann man jetzt säen.

Volle Obstkörbe
Nicht nur Weintrauben und  Zwetschgen, auch viele Birnen- und Apfelsorten sind jetzt reif. Dazu noch Herbsthimbeeren und viele Wildobstarten wie Holunder, Kornelkirschen, Weißdorn und süße Ebereschen. Weil nie alle Früchte gleichzeitig richtig reif sind, sollte man besser mehrmals durchpflücken und jeweils nur das wirklich vollreife Obst ernten. Wichtig auch: Fallobst sofort aufsammeln!

Kennen Sie das?
Stauchemittel
Warum bekommt das Enzianbäumchen immer längere Triebe, setzt keine Blüten an? Wieso schießen die niedlichen Chrysanthemen und Herbstastern plötzlich in die Höhe? Weshalb wird aus dem dichten Hibiskus ein sparriger Strauch? Das hängt mit gärtnerischen Tricks zusammen. Damit Pflanzen hübsch klein und schön kompakt bleiben, setzt man sog. Stauchemittel ein (um attraktive Verkaufsware zu haben und zudem Transportkosten sowie viel Platz zu sparen). Das sind gewöhnlich Hormone, die das Wachstum der Pflanzen begrenzen. Sobald die Wirkung dieser Wachstumsregulatoren nachlässt, schießen die Pflanzen förmlich ins Kraut. Und über all dem Recken und Strecken vergessen sie oft das Blühen. Da hilft nur kräftiges Schneiden und Stutzen – oder man arrangiert sich mit der normalen Wachstumsfreude. Die wuchshemmenden Präparate sind nur für Erwerbsgärtner verfügbar.

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