Garten: Ganz verliebt

Garten: Ganz verliebt

Rote RosenRosenrot geht’s zu, zumindest im Zimmer. Draußen schmilzt die weiße Pracht langsam dahin. Und weil Liebe immer durch den Magen geht, ein wärmendes Süppchen, aus Sellerie! Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Rote Rose
Welche Blume sagt mehr als tausend Worte? Eine rote Rose. Deren Botschaft versteht jeder. Rund 30 Millionen rote Rosen werden im Februar verkauft, der Valentinstag macht’s möglich. Und weil in Deutschland im Winter keine Rosen blühen, werden sie importiert. Aus Afrika, aus Mittel- und Südamerika.

Bauernregel:
Ist´s am Valentin (14.2.) noch weiß,
blüht zu Ostern schon das Reis.

KissenprimelValentinsblümchen
Nicht nur rote Rosen, auch Frühlingsblumen sind beliebte Valentinsgeschenke. Als start-ups für die Liebe! Dazu zählen beispielsweise Kissenprimeln. Die kleinen Stauden im Töpfchen halten gut, wenn man sie hell und nicht allzu warm stellt. Gegossen werden sie kräftig, zwischendurch aber sollte man die Erde immer abtrocknen lassen. Verwelkte Blüten und vergilbte Blätter werden umgehend entfernt. Abgeblühte Kissenprimeln nicht wegwerfen, sondern weiterpflegen, ab März/April können sie ins Freie umgepflanzt werden. Im nächsten Jahr blühen sie dann sicher wieder!

WeissanstrichObstbäume schützen
Je näher der Frühling rückt, desto krasser werden Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Die Sonne hat mehr und mehr Kraft, sie erwärmt tagsüber vor allem an der Südseite die Stämme der Apfelbäume stark. Nachts dagegen ist und bleibt es noch länger sehr kalt. Dadurch entstehen Spannungen, die Rinde kann aufreißen oder gar abplatzen. Um dies zu verhindern, umwickelt man den Stamm mit Sackleinen oder Bastmatten. Oder streicht sie mit einem speziellen Mittel weiß an, damit die Strahlung reflektiert wird. Weil dieser Anstrich mit der Zeit abblättert oder vom Regen abgewaschen wird, sollte er jetzt erneuert werden.

SchneeSchnee gehört immer obendrauf
Die Schneedecke wird allmählich dünner, unter ihr sprießen die ersten Grashalme, schieben sich schon die Krokusse empor. Tauender Schnee tränkt sanft und nachhaltig, das bereitet den Boden optimal fürs beginnende Wachstum vor. Nur eines darf man niemals: Schnee untergraben. Sticht man schneebedeckte Beete um, verhindert die dann obenauf liegende Erdschicht, dass der Schnee darunter schmilzt. Im Gegenteil, in der Tiefe hält sich Schnee erstaunlich lange, manchmal mehrere Monate!

Selleriecremesuppe mit Walnuessen und RosmarinGartenrezept
Selleriecremesuppe mit Walnüssen und Rosmarin
Diese Suppe wärmt nicht nur den Magen, sondern auch den Geist. Sellerie regt den Kreislauf an und bringt die Verdauung in Schwung, gilt überdies als Aphrodisiakum! Freu dich, Fritzchen… Walnüsse sind gut für das Gehirn. Rosmarin stärkt das Herz und fördert die Gedächtnisleistung. Wie gut, dass die Suppe auch noch so gut schmeckt!
Zutaten für 4 Personen:
1 Zwiebel
1 Sellerieknolle, ca. 500 g
1 Birne
etwas Öl
1 l Gemüsebrühe
250 ml Milch
Salz, Pfeffer, Muskat
50 g Walnüsse
3-4 Zweige Rosmarin
1 EL Butter
1 TL brauner Zucker
Zubereitung:
Zwiebel, Sellerie und Birne schälen und würfeln. Zwiebel in etwas Öl andünsten, Sellerie zugeben. Mit Gemüsebrühe und Milch aufgießen. Bei milder Hitze garen, bis der Sellerie fast weich ist, Birnenwürfel untermischen und noch ein paar Minuten weiter köcheln. Suppe pürieren, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Falls die Suppe zu dick ist, noch etwas Milch oder Brühe dazugeben.
Walnüsse halbieren oder grob hacken. Rosmarinnadeln von den Zweigen zupfen. Butter in einer Pfanne zergehen lassen, Zucker zugeben. Walnüsse und Rosmarinnadeln darin karamellisieren.
Suppe in Teller oder Suppentassen verteilen, mit den Walnüssen und Rosmarinnadeln bestreuen.

1 Kommentar
  • mmh… das Süppchen schaut ja richtig verlockend aus.
    Die Sellerieknolle wollte gestern unbedingt mit mir kommen, als ich im Bioladen einkaufen war. Als ob Sie gewusst hätte, dass ich heute verführt werde sie zu so einem feinen Essen zu (ver)kochen.

    15. Februar 2013 um 8:37

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