Garten: Das Auge isst mit

Garten: Das Auge isst mit

Wollen Sie bei der nächsten Grillparty mal etwas ganz Besonderes bieten? Dann garnieren Sie Salate, Desserts oder Bowlen doch mal mit essbaren Blüten wie Malven, Stockrosen oder Nachtkerzen. Denn das Auge isst schließlich mit! Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br-online.

Bauernregel:
St. Kilian (8.7.), ist der rechte Rübenmann.
Das Auge isst mit!

Rüben säen
Wie es die Bauernregel empfiehlt, ist jetzt eine gute Zeit für die Saat von Herbstgemüse. Allen voran Herbstrüben, die etwas in Vergessenheit geraten sind. Aber die kugeligen, plattrunden oder kegelförmigen, weiß, gelb oder violett gefärbten Sorten sind äußerst wohlschmeckend und reich an gesunden Inhaltsstoffen. Sie lohnen einen Anbau im Garten, im Handel ist das alte Gemüse nämlich noch eher selten zu bekommen. Neben Rüben können auch Winterrettiche, Endivien, ein zweiter Satz Bohnen oder gar Löwenzahn gesät werden, letzterer zur Ernte im nächsten Jahr.

Mehltau bekämpfen
Das feucht-warme Wetter begünstigt die Ausbreitung von Mehltaupilzen. An Blättern, Knospen und Früchten bilden sich zuerst kleine Punkte, dann ein mehliger Belag, Blätter kräuseln und rollen sich ein, vertrocknen und fallen ab. Betroffen sind viele Pflanzen, Gemüse, Obst sowie Rosen. Als Sofortmaßnahme alle befallenen Teile abschneiden, die Pflanzen dann alle 3-4 Tage mit Schachtelhalm- oder Knoblauchtee übersprühen (eine Handvoll frisches, 2-3 Esslöffel getrocknetes Schachtelhalmkraut bzw. eine zerhackte Knoblauchknolle mit 2-3 Litern kochendem Wasser überbrühen, erkalten lassen, abseihen und unverdünnt über alle Pflanzenteile sprühen).

Essbare Blüten
Malven, Stockrosen, Nachtkerzen und früher Phlox stehen in voller Blüte. Die Stauden sind nicht nur eine Augenweide, ihre Blüten schmecken köstlich! Zupfen Sie frisch aufgeblühte Blumen ab und garnieren Sie damit Salate, Desserts oder Bowlen – beim nächsten Grillabend oder Gartenfest ernten Sie damit sicher viel Beifall. Blüten nur ausschütteln, nicht waschen, sonst verwässern sie und schmecken fade.

Kübelpflanzen wässern
Auch wenn es immer wieder kräftig regnet, Kübel- und Balkonpflanzen müssen Sie unter Umständen trotzdem gießen. Die dichten Blätter bilden einen Schirm, der das meiste Niederschlagswasser ablaufen lässt, die Erde bleibt dabei recht trocken. Prüfen Sie das Substrat also auch bei Regenwetter und gießen Sie gründlich, wenn es ausgetrocknet ist. Vergessen Sie auch nicht die Gewächse zu wässern, die unter einem Dachvorsprung oder unter einem Baum stehen und keinen Regen abbekommen.

Kennen Sie das?
Blattkäfer
Gemeinhin wird gesagt, dass Küchenkräuter von Schädlingen verschont blieben. Leider stimmt das nicht ganz, denn die würzigen Gartenpflanzen sind auch bei vielen Insekten sehr beliebt. Am Sauerampfer tun sich Ampferblattkäfer gütlich, an der Pfefferminze futtern Minzenblattkäfer, den Rucola verspeisen Erdflöhe. Auch Kartoffelkäfer, Lilienhähnchen und Seerosenblattkäfer gehören zu dieser großen Gruppe. Die erwachsenen Käfer, oft kräftig gefärbt oder metallisch glänzend, können erheblichen Schaden anrichten, indem sie Blätter durchlöchern, skelettieren oder komplett abfressen. Je wärmer und trockener die Witterung, desto stärker treten die Blattkäfer auf.
Damit die Käfer nicht zur Plage werden, kann man gefährdete Pflanzen vorbeugend mit Wermuttee übersprühen oder rundum grob zerkleinerte Holunderblätter auf den Boden breiten. Die starken Düfte halten die Blattkäfer fern. Wer regelmäßig den Boden harkt und lockert, bei dem werden sich die Larven der Käfer nie breit machen können.

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