Garten: Da blüht doch noch was

Garten: Da blüht doch noch was

Von wegen trübe, trostlose Zeit. Im Herbst blüht es noch in allen Farben. Trotzdem heißt es für Gärtner, den Garten winterfest zu machen. Auch viele Kübelpflanzen gehören nun ins Winterquartier. Meine wöchentlichen Gartentipps, auch auf br.de.

Bauernregel:
Im Oktober warm und fein,
kommt ein scharfer Winter hinterdrein;
ist er aber nass und kühl,
mild der Winter werden will.

Herbstrasur
Der Rasen ist doch noch mal gut gewachsen, oder? Also muss der Rasenmäher in Aktion, um die Gräser für den Winter auf 4 cm Länge zu schneiden. Und diesmal, eben beim letzten Mal im Jahr, sollte man den Grasschnitt sorgfältig mit einem feinzinkigen Rechen entfernen. Bei Mulchmähern ist das dringend angeraten, auch wenn mit Grasfangkorb gemäht wird, empfohlen. So verfilzt der Rasen nicht so leicht, die Grasreste können nicht faulen.

Herbstwartung
Nach der letzten Schur kann der Rasenmäher gleich in die Winterruhe geschickt werden. Benzinhahn zudrehen und auslaufen lassen, damit kein Restbenzin im Zulauf bleibt. Noch besser, das Benzin gleich vollends zu verbrauchen. Benzin verliert über den Winter an Zündfähigkeit, im nächsten Frühjahr kann es sein, dass der Mäher nicht anspringt. Dann den Rasenmäher gründlich reinigen, Grasreste und Schmutz mit einer Spachtel entfernen, alles sorgfältig bürsten. Zum Reinigen wird der Rasenmäher am besten nach hinten gekippt, damit die Zündkerze nach oben weist. Ist das nicht möglich, dringend die Betriebsanleitung befolgen, wie der Mäher seitlich gekippt wird, damit kein Öl in Luftfilter oder Auspuff gelangt.

Herbstpflanzung
Schnell noch rein damit in die Erde, mit all den Zweijahresblumen wie Stiefmütterchen, Tausendschön, Vergissmeinnicht und Stockrosen, Fingerhut, Goldlack. Die können noch einwurzeln und so gut über den Winter kommen. Und gleich noch dazwischen setzen: Zwiebelblumen und Knollengewächse wie Tulpen, Narzissen, Hyazinthen oder Zierlauch. Das wirkt im nächsten Frühling dann besonders harmonisch.

Und rein damit!
So manche Kübelpflanze schaudert es in den jetzt schon ziemlich kalten Nächten. Sinken die Temperaturen nachts unter 5 °C, holen Sie empfindliche Arten wie Enzianbaum, Hammerstrauch, Prinzessinnenstrauch, Bleiwurz, Rosenkleid, Jasmin-Nachtschatten, Kapmalve, Schönmalve, Gewürzrinde, Schönmalve, Veilchenstrauch, Dipladenie und Strauchmargerite besser schon ins Haus. Hier kommen sie an einen nicht zu warmen (10-15 °C), sehr hellen Ort. Robuste Arten wie Oleander, Lorbeer oder Zitronenbäumchen dürfen, sollen dagegen ruhig noch draußen bleiben.

Gartenweisheit
Mulchfolien
Nicht nur im Freiland, auch im Gewächshaus ist eine schwarze Mulchfolie durchaus sinnvoll. Die Abdeckung hält Feuchtigkeit und Wärme zurück, so können Pflanzen länger wachsen. Fein perforierte, gelochte oder geschlitzte Folien lassen sogar Wasser und Luft hindurch, so kann man einfach auf die Folien gießen. Gepflanzt wird in Löcher, die man mit einem Pflanzholz hindurch sticht oder kreuzweise mit einem Messer hinein schneidet. Endivien, der gebleicht werden soll, kann man – wenn er gut abgetrocknet ist – einfach mit schwarzer Folie überdecken. Abgeräumte Beete sollte man nicht bloß liegen lassen, auch hier kann die schwarze Folie zum Einsatz kommen.

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