Garten: Hundstage

Ob Süß- oder Sauerkirschen: Sind die Kirschen reif, sollten Sie Ihre Kirschbäume komplett ab- und heruntergefallene Früchte aufsammeln. Das sieht erstmal nackt aus, verhindert aber, dass sich die Maden von Kirschfruchtfliegen einnisten und zu Ernte-Ausfällen führen können. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br-online.

Bauernregel:
Hundstage (23.7.-23.8.) hell und klar,
deuten auf ein gutes Jahr;
doch wenn Regen sie bereiten,
folgen nicht die besten Zeiten.

Garten urlaubsfit machen
Nichts wächst in diesem verregneten Sommer so gut wie der Rasen. Damit sie nicht bei der Heimkehr vom Urlaub vor einem undurchdringlichen Gräserdschungel stehen, sollten Sie den Rasen kurz vor knapp, also unmittelbar vor Abreise noch einmal mähen. Verreisen Sie länger als zwei Wochen? Dann bitten Sie doch einen Nachbar oder Freunde, mal den Rasenmäher in Aktion zu setzen. Sie können sich z.B. mit einem schönen Urlaubsmitbringsel revanchieren.

Kirschbäume leeren
Die letzten Süßkirschen sind geerntet, die Sauerkirschen bereits reif – jetzt heißt es Vorsorge für nächstes Jahr treffen. Ernten Sie Ihre Kirschbäume unbedingt komplett ab, sammeln Sie herabgefallene Früchte sorgfältig auf. In diesen verbergen sich oft Maden der Kirschfruchtfliege – die unbeliebten „Würmer“. Sie lassen sich an Seidenfäden zum Boden herab und verpuppen sich in der Erde. Im nächsten Jahr befallen die Fliegen dann die Kirschen wieder. Eine Fliege kann bis zu 1,5 kg Früchte durch Eiablage unbrauchbar machen. Das konsequente Ab- und Aufsammeln der Früchte ist nicht bei kultivierten Kirschen, sondern ebenso bei wilden Kirschen wie Traubenkirschen, Vogelkirschen sowie bei Heckenkirschen und Schneebeeren wichtig!

Zwiebelblüher für den Herbst
Der Boden ist gut durchfeuchtet, das Wetter gerade ideal zur Pflanzung von Herbstzeitlosen und Herbstkrokussen. Setzen Sie die zwiebelförmigen Knollen an eine sonnige, höchstens halbschattige Stelle in gut gelockerte, nicht zu nährstoffreiche Erde. Am schönsten wirken die kleinen Blütenschätze im Steingarten oder vor Hecken.

Kennen Sie das?
Schwebfliegen
Nur ruhig Blut, diese Insekten täuschen bloß vor, gefährlich wie Wespen zu sein. Schweb- oder Schwirrfliegen besitzen keinen Stachel, die erwachsenen Tiere ernähren sich von Nektar und Blütenstaub. Ähnlich wie Kolibris beherrschen sie den Schwirrflug und können eine ganze Zeitlang vor einer Blüte in der Luft „stehen“. Neben den Bienen gehören Schwebfliegen zu den wichtigsten Bestäubern unserer Heimat. Viele Schwebfliegen legen ihre Eier in Blattlauskolonien, die Larven fressen die Pflanzensauger – jede Larve bis zu 100 Blattläuse pro Tag! Unterstützen kann man Schwebfliegen, indem viele Wildblumen im Garten blühen, Laub und Totholz zum Überwintern liegen bleibt, keine chemischen Spritzmittel gegen Blattläuse eingesetzt werden.

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