Schon Herbst?

„An Maria Namen sagt der Sommer Amen.“ So sagt die Bauernregel. Mariä Namen fällt auf den 12. September. Kalendarischer Herbstbeginn ist am 1. September, meteorologischer dieses Jahr am 22. September. Und was sagt die Natur? Schauen wir uns die Früchte des Schwarzen Holunders an. Kohlschwarz leuchten sie an den Sträuchern und verkünden, dass der Frühherbst beginnt.

Ein Strauch mit vielen Mythen

Wer unterm Holunderstrauch schläft, sieht in der Nacht die Elfen tanzen und die Zwerge werkeln. Seit alters her gilt der Holunder nicht nur als Sitz der guten Hausgeister, sondern auch als Tor zur Anderswelt. Damit diese einem gewogen blieben, opferte man dem Holunder früher gerne Lebensmittel, etwa Brot oder Milch. Die schwarzen Früchte vom Holunder symbolisieren die Dunkelheit, dass nach dem lichtdurchfluteten Sommer nun die Nächte wieder länger werden – und damit auch nach einer Zeit des Aufbruchs und der Arbeit allmählich wieder Ruhe einkehrt, zur Regeneration. Hollerbeeren in Form von Saft, Mus oder Gelee mögen uns begleiten, sie sollen uns gesund halten, auf dass Corona in der Unterwelt verschwinde. Immerhin, Holunderbeeren werden vorsorglich wie auch akut gegen Erkrankungen eingenommen, die von Viren verursacht werden: Erkältung, grippale Infekte, Blasenentzündungen…
Dran denken: Nur vollreife Beeren (eigentlich sind es Steinfrüchte, ähnlich wie wie kleine Kirschen) ernten, denn unreife enthalten viel Sambunigrin (Blausäureglycosid). Sambunigrin geht zwar beim Kochen verloren, aber dennoch schmecken vollreife Früchte einfach viel besser und sind auch bekömmlicher. Auch durch Trocknen oder Einlegen in Alkohol zersetzt sich der Giftstoff, also darf man beruhigt auch getrocknete Holunderbeeren naschen oder einen selbst angesetzten Likör genießen.

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