Garten: Späte Blütenfreuden bei den Gräsern

Garten: Späte Blütenfreuden bei den Gräsern

Im Oktober entfalten viele Gräser ihre volle Pracht. Und wenn Sie ein neues Staudenbeet oder eine Rabatte anlegen wollen, ist ebenfalls der ideale Zeitpunkt erreicht. Auch Tomaten, Auberginen und Zucchini können noch geerntet werden. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Schwungvoll in den Herbst:
• Gräser schön wie sonst nie.
• Ahornblätter feurig wie sonst nie.
• Früchte bunt wie sonst nie.

Bauernregel:
Im Oktober räum den Garten;
denn willst Du warten,
so kommt die Kälte
und nimmt die Hälfte.

Herbstgemüse ernten
Herbst ist Erntezeit. Auch wenn die jetzt allmählich zu Ende geht, können Sie immer noch vieles aus dem Garten in die Küche holen. Tomaten, Auberginen und Zucchini leiden in kalten Nächten, deshalb jetzt täglich nachsehen, was schon reif ist. Hat sich Braunfäule oder Mehltau breit gemacht, lieber gleich die gesamten Pflanzen roden. Kürbisse haben gerade Hochsaison. Reif sind sie, wenn die Schale schön gefärbt ist und sie sich beim Klopfen hohl oder dumpf anhören. Schneiden Sie die reifen Früchte samt einem Stück Stiel ab – nicht reißen oder brechen, sonst faulen sie leicht. Nässe und Kälte mögen Kürbisse gar nicht, also lieber etwas früher ernten und zum Nachreifen einlagern. Rote Bete schmecken umso besser, je länger sie wachsen durften. Sie verlieren dann die erdige Note, werden süßer. Wo die Knollen noch klein sind, kann man die Blätter nutzen, sie ergeben eine sehr dekorative und schmackhafte Salatzutat.

Quitten ernten
Goldgelb leuchten sie jetzt von den Zweigen, die Quitten. Warten sollten Sie nicht zu lange mit der Ernte, sonst werden die Früchte leicht braun. Sobald sie sich intensiv färben und der dicke Flaum verschwindet, pflückt man die Früchte vorsichtig. Wer Quitten nicht sofort verarbeitete, kann sie im sehr kühlen Keller lagern, bei 5 °C halten sie sich aber maximal zwei Monate. Damit sich der kräftige Duft nicht auf andere Früchte überträgt, dürfen Quitten nicht in der Nähe von anderem Obst liegen. Auch Zierquitten kann man jetzt ernten, sie können wie die echten Quitten verarbeitet werden.

Staudenbeet anlegen
Die Pflanzen ziehen sich langsam zur Winterruhe zurück, deshalb kann man sie jetzt gut teilen und pflanzen. Wenn Sie ein neues Staudenbeet oder eine Rabatte anlegen wollen, ist jetzt ideale Zeit dafür. Die Erde sollte vorher sehr gründlich gelockert und von jeglichen Unkrautresten befreit werden. Vor allem Giersch-, Quecken- und Windenwurzeln müssen raus, die Erde dafür am besten durch ein Sieb werfen. Pflanzmaterial hat man oft schnell zur Hand, denn es muss die ein oder andere Staude ohnehin durch Teilen verjüngt werden, der Nachbar hat ein paar Pflanzen übrig und in den Gärtnereien gibt es eine reiche Auswahl. Stauden nicht zu dicht setzen, man rechnet die Hälfte der späteren Wuchshöhe als minimalen Abstand. Zweijährige und Zwiebelblumen gleich mit einfügen!

Gartenweisheit
Steinmehl als Baumanstrich
Ohne kräftigen Stamm keine ertragreiche Krone, denn über den Stamm sind die Äste mit den Wurzeln verbunden. Grund genug, die Stämme der Obstbäume pfleglich zu behandeln. Ein „Peeling“ und eine „Maske“ als Wellness-Kur sind angesagt. Reinigen Sie die Stämme mit einer Wurzelbürste von losen Rindenschuppen, so können sich darunter auch keine Schädlinge einnisten. Dann tragen Sie einen Baumanstrich auf, dafür eignet sich ein dicker Brei aus Steinmehl und Wasser. Das schützt vor Frostrissen.

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