Eine Seefahrt, die ist lustig… Nimm mich mit, Kapitän, auf die Reise… Pflanzen, die an Bächen und Flüssen wachsen, nutzen gerne Wasserwege.

Igelkolben (Sparganium), Froschlöffel (Alisma), Laichkraut (Potamogeton) wie Seerosen (Nymphaea) oder Teichrosen (Nuphar lutea) lassen ihre Samen und Früchte in den Morast sinken oder – „vorschriftsmäßig“ mit Schwimmwesten versehen – auf dem Wasser treiben. Fischreiher, Störche, Schnepfen, Enten und andere Wasservögel sammeln sie mehr unabsichtlich ein. Schlammverklebte Samen haften gut an langen Watfüßen, nasse Samen bleiben an Schnäbeln und im Gefieder. Wenn sich die Vögel später an anderen Ufern putzen, werfen sie den Samenballast wieder ab.

Meisterin unter den pflanzlichen Seefahrern ist wohl die Kokosnuss (Cocos nucifera): Als hochseetaugliche Langstreckenschwimmer können sie mehrere Monate auf See überleben. Eine wasserdichte Außenhülle umgibt das dicke, faserige, luftgefüllte Schwimmgewebe. Der Embryo selbst schaukelt im „Schiffsbauch“, im Kokoswasser, umgeben von einem harten Steinkern.
War das nützlich?