Garten: Im Erdreich regt sich was!

Garten: Im Erdreich regt sich was!

Der Frühling steht immer selbstbewusster in den Startlöchern: Winterjasmin, Krokusse und Buschwindröschen zeigen ihre Blütenpracht. Aber auch die ersten Fliegen werden jetzt munter. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br-online.

Bauernregel:
Ein heiterer März erfreut des Gärtners Herz.

Hügelbeet anlegen
Im März ist beste Gelegenheit, ein Hügelbeet im Garten anzulegen. So ein Beet bietet ein Drittel mehr Anbaufläche als ein flaches und sorgt zudem für besonders rasches Wachstum und verkürzte Reifezeiten. Auf sehr schweren, zur Vernässung neigenden Böden sind Hügelbeete ideal, um trotzdem erfolgreich Gemüse zu ziehen. Ausgerichtet wird ein Hügelbeet stets in Nord-Süd-Richtung, damit die Flanken möglichst viel Sonne erhalten. Geschichtet wird es ähnlich wie ein Hochbeet, zuunterst grober Gehölz- und Staudenschnitt, darauf Rasensoden, Laub, Häcksel, anschließend Grobkompost und obenauf gute Gartenerde.

Kompost ausbringen
Läuft Ihr Komposthaufen über? Dann können Sie halbreifen, also noch nicht voll durchgerotteten Kompost jetzt als sog. halbreifen Kompost auf Beete ausbringen. Werfen Sie den Kompost durch ein weites Maschensieb, um grobe Bestandteile wie Äste oder Wurzeln herauszulesen. Der halbreife Kompost, in dem noch Strukturen erkennbar sind, wird 2-3 cm dick auf Beete verteilt und leicht in den Boden eingearbeitet. Er verrottet an Ort und Stelle innerhalb der nächsten Wochen – das Beet ist dann fix und fertig vorgedüngt für die Bestellung.

Lästige Mini-Fliegen
Jetzt wimmeln sie wieder, die winzigen schwarzen Trauermücken oder Moosfliegen, hüpfen auf der Erde bei Kübelpflanzen oder treiben sich an Fensterbänken herum. Besonders bei Töpfen mit stets feuchter Erde treten die Mücken auf, oft auch bei Aussaatschalen. Während die erwachsenen Tiere harmlos, aber dennoch lästig sind, fressen die Larven auch an Wurzeln und können besonders bei Sämlingen zu Schäden führen. Also will man die Miniaturfliegen schnell loswerden. Hier die Erste-Hilfe-Maßnahmen: Gießen Sie seltener, dann durchdringend – die gut abgetrocknete Erde mögen die Tierchen gar nicht. Decken Sie die Substratoberfläche knapp fingerdick mit feinem Sand ab, das schafft ungünstige Verhältnisse für die Mücken. Gelbe Leimtafeln helfen zusätzlich, ebenso fleischfressende Pflanzen wie das Fettkraut (Pinguicula) als Nachbarn. Bei Massenvorkommen sollten Sie Ihre Pflanzen umtopfen. Alte Erde so gut wie möglich entfernen, bei frischem Substrat torffreie Produkte bevorzugen –Trauermücken „fliegen“ nämlich auf Torf. Wenn alles nicht hilft, können Nützlinge (Nematoden) zur Bekämpfung eingesetzt werden.

Kennen Sie das?
Beizen
Profigärtner und Landwirte verwenden häufig gebeiztes Saatgut, auch der Hobbygärtner bekommt es im Fachhandel. Beizen bedeutet, dass die Samenkörner vorbehandelt werden, damit sie von Schädlingen und Krankheiten verschont bleiben und besser auskeimen. Bio-Saatgut dagegen bleibt ungebeizt. Unter Beizen versteht man im Hobbygarten aber auch, dass Samen unmittelbar vor der Aussaat in Brühen gelegt oder mit Pulvern vermischt werden, um ihre Keimung voranzutreiben und die Widerstandskraft der Sämlinge zu stärken. Besonders bekannt ist dabei der Kamillentee, in den man Samen über Nacht einweicht. Aber auch milde Schachtelhalmbrühe oder Baldrianblütenextrakt kommt zum Einsatz.

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