Garten: Endlich!

Zwergschwertlilie azurblauNun aber los, ab in den Garten. Dort wartet jede Menge Arbeit, von der angenehmen Sorte. Wem macht es nicht ungeheuren Spaß zu säen und zu pflanzen? Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Zwergschwertlilie
Wer im letzten Herbst haselnussgroße, in einen netzartigen Fasermantel gehüllte Zwiebelchen gesetzt hat, dem sprießen jetzt wundervolle Blütentriebe: Die Zwergiris (Iris reticulata) blüht – je nach Sorte in azur-, violett- oder auch wasserblau. Dieses Jahr hat sie sich ein wenig verspätet, sonst liegt die Blütezeit oft schon im Februar. Unbedingt ungestört wachsen lassen, sonst verschwinden die Pflanzen bald.

Bauernregel:
Dürrer April ist nicht des Gärtners Will‘.

Rechen Erde fein kruemelnAb ins Beet!
Es ist höchste Zeit, im Gemüsegarten alles für die Saison vorzubereiten. Vom grobscholligen Beet zum feinkrümeligen Bett für zarte Sämlinge und sensible Setzlinge kommt man durch intensive Bodenbearbeitung. Erde mit Grabgabel gründlich lockern, dann Oberfläche mit dem Rechen glätten, dabei grobe Erdbrocken zerkrümeln. Radieschen säen, Salate pflanzen. Saat gleichmäßig feucht halten, Pflanzen mit Vlies oder Folientunnel vor Kälte schützen.

OelbaumAb ins Freie!
Die Harten dürfen ab in den Garten, bereiten Sie den Auszug vor! Unempfindliche Kübelpflanzen, also Olivenbaum, Oleander, Granatapfel, Feige, Lorbeer, Aukube oder Hanfpalme können wieder ins Freie – lange genug hat die Winterruhe gedauert. Sie vertragen durchaus kalte Nächte, wollen aber anfangs vor praller Sonne geschützt werden. Denn sie müssen sich erst wieder ans helle Licht gewöhnen. Falls nötig, ist jetzt auch die optimale Zeit zum Rückschnitt wie zum Umtopfen. Beim Oleander allerdings kostet das Kürzen auch die Blüten, hier nimmt man besser nur einzelne, zu dicht stehende Äste komplett heraus.

OhrwurmtopfAb ins Töpfchen!
Tontöpfe mit Heu, Stroh oder Holzwolle füllen und kopfüber in Obstbäume oder Beerensträucher hängen, über solche Luxusherbergen freuen sich Ohrwürmer oder Ohrenkneifer. Die sind eifrige Blattlausvertilger, kümmern sich als Räumkommando aber auch um andere Schädlinge wie Spinnmilben oder Raupen. Beizeiten angebracht, locken die Ohrwurmtöpfe, die unbedingt direkten Kontakt zu einem Ast oder zum Stamm haben müssen, die Nützlinge an. Damit diese rechtzeitig vor Ort sind, bevor die ersten Läuse schlüpfen.

Kartoffelsalat Radieschen Baerlauch kleinGartenrezept
Kartoffelsalat Rot-Grün
Immer gut, immer beliebt: Kartoffelsalat. Frühlingsfrisch mit knackigen Radieschen und würzigem Bärlauch aufgepeppt, schmeckt der nochmal so gut. Passt zu Spiegeleiern, Rostbratwürstchen, Putensteak, Fleischpflanzerl, Backfisch oder auch solo mit einem knusprigen Bauernbrot als vegetarische Variante.
Zutaten für 4 Personen:
800 g Kartoffeln (festkochende Sorte, z.B. Bamberger Hörnchen)
½ TL Kümmel
1 Knoblauchzehe
2 Lorbeerblätter
200 ml kräftige Brühe
1 Zwiebel, fein gewürfelt
3 EL Kräuteressig
1 TL scharfer Senf
Salz, Pfeffer
4-5 EL Rapsöl
1 Bund Radieschen
5-6 Blätter Bärlauch
Kartoffeln waschen, in Salzwasser mit Kümmel, Knoblauch und Lorbeer garen. Pellen und in Scheiben schneiden.
Brühe mit Zwiebelwürfeln, Essig und Senf aufkochen, salzen und pfeffern, Öl zugeben, mit dem Schneebesen gut verquirlen und über die noch warmen Kartoffelscheiben gießen. 30 Minuten marinieren lassen.
Radieschen waschen, putzen und in dünne Scheiben schneiden. Bärlauch waschen, trocken tupfen, in feine Streifen schneiden. Beides unter den Kartoffelsalat heben, abschmecken.

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