Garten: Vor der Winterpause

Garten: Vor der Winterpause

Der Sommer ist die Kür des Gärtnerdaseins: Die Pflanzen danken die Mühe mit üppigen Blüten und Früchten. Die Arbeit im November hingegen ähnelt eher einer Pflichtübung – aber fürs Gedeihen ist sie ebenso wichtig. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Der Spätherbst neigt sich den Ende zu:
• Die Baumkronen sind fast blattlos, aber es gibt noch Kraut zu ernten.
• Statt Blüten gibt es zierende Fruchtstände.
• Immergrüne zeigen sich jetzt prächtig.

Bauernregel:
St. Elisabeth (17.11.) sagt es an,
was der Winter für ein Mann.

Hortensien pflegen
Die dicken Blütenbälle der Bauernhortensien, die großen Scheiben der Tellerhortensien, die üppigen Halbkugeln der Samthortensien haben schon lange ausgeblüht, sind aber immer noch überaus attraktiv. Man lässt die alten Blüten am besten an den Sträuchern. Sie wirken als natürlicher Winterschutz für die doch recht empfindlichen Sträucher. Erst im Frühjahr entfernt man sie knapp oberhalb eines gesunden, austriebsfähigen Knospenpaares. Blüten bei den Hortensien der Serie `Endless Summer´ vertragen dagegen einen mehrmaligen Rückschnitt der Blüten, sie treiben immer wieder gut nach. Schneeball- und Rispenhortensien gelten als gut frostfest, bei ihnen werden jetzt im Spätherbst, spätestens im Nachwinter alle Triebe bis auf kurze Stücke zurückgeschnitten.

Kompost abdecken
Aus den Gartenabfällen wird durch Kompostierung beste Erde, wenn die Bedingungen für die Verrottung ideal sind. Jetzt ist es wichtig, auf die richtige Feuchtigkeit zu achten. Kompost sollte sich anfühlen wie ein zwar nasser, aber gut ausgedrückter Schwamm. Wenn kühle Tage die Verdunstung herabsetzen, viel Niederschläge fallen und der Kompost zu vernässen droht, sollten Sie Ihre Kompostmiete abdecken. Dafür eignen sich Stroh, Laub, Sackleinen oder auch Vlies. In jedem Fall muss das Material luftdurchlässig sein, damit es nicht zu Fäulnis kommt.

Obstgehölze pflanzen
Während immergrüne Gehölze besser zeitig im Herbst oder erst wieder im nächsten Frühjahr in die Erde kommen, ist für laubabwerfende Obstbäume (ausgenommen Aprikose, Pfirsich und Walnuss, diese besser im Frühling), Beerensträucher, Ziersträucher und spät blühende Stauden immer noch Zeit, sie zu pflanzen. Der Boden ist noch warm genug, damit die Pflanzen sich vor dem Winter eingewöhnen. Um das Einwurzeln zu unterstützen, bedecken Sie die Erde nach dem ausgiebigen Angießen unter den Sträuchern, Bäumen und Blumen dick mit Laub oder Kompost abdecken. Das wärmt und schützt vor Austrocknung.

Gartenweisheit
Rüben
Herbstzeit ist Rübenzeit – aber auch im Winter greift man gerne auf diese dicken Speicherorgane für die Küche zurück. Sie lassen sich gut einlagern, halten bis weit in den Frühling hinein. Rüben sind verdickte Wurzeln, walzen- bis zylinderförmig. Die Pflanze lagert darin alle Speicherstoffe, die sie während der Wachstumszeit über ihre grünen Blätter produziert, dort ein. Um im nächsten Jahr besonders früh und kräftig austreiben zu können. Oft werden Rüben von solchen Gewächsen ausgebildet, die einen zweijährigen Lebenszyklus haben: Im ersten Jahr eine Blattrosette mit Rübenwurzel, im zweiten Jahr dann dank der Vorräte ein oft imposanter Blütentrieb und Fruchtbildung. Die bekanntesten Rüben sind Möhren, Pastinaken, Petersilienwurzel, Rote Bete und Rettich – zu den alten Gemüsesorten gehören Steckrüben, Herbstrüben oder Kerbelrübe, letztere rühmt man wegen ihres feinen Geschmacks auch als „Trüffel“ unter den Rüben.

Keine Kommentare vorhanden

Einen Kommentar schreiben

X