Garten: Ordnung schaffen

Garten: Ordnung schaffen

Der ausgiebige Regen der letzten Tage lässt die Pflanzen im Garten gedeihen und sprießen – und leider auch das Unkraut. Da hilft nur Jäten, denn Unkraut nimmt nicht nur Platz zum Wachsen weg, es können sich darauf auch Schädlinge tummeln. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br-online.

Bauernregel:
Wie’s Wetter auf Medardi (8.6.) fällt,
meist bis Monatsende hält.

Unkraut jäten
Endlich hat es ausgiebig geregnet. Das kurbelt das Wachstum ordentlich an, auch das von weniger erwünschten Pflanzen. Zwischen Gemüse und unter Obstgehölzen müssen ständig die unerwünschten Begleitpflanzen ausgezupft werden. Zum einen entziehen Disteln, Mieren und andere Kräuter den Nutzkulturen Nährstoffe, zum anderen treten sie in Konkurrenz um den Platz zum Wachsen. Außerdem tummeln sich auf manchen Unkräutern kleine Tiere, etwa auf dem Franzosenkraut Spinnmilben, die dann am Obst zu Schäden führen können. Das Jäten erledigt sich sehr einfach und schnell mit einer Ziehhacke oder Schuffel, gleichzeitig wird auch noch die Bodenoberfläche gelockert.

Kräuter blühen lassen
Salbei, Schnittlauch, Thymian und andere Gewürzkräuter kommen gerade voll in Blüte. Es heißt zwar, dass man die Blütenknospen zugunsten zarterer Blätter stets entfernen soll, aber man bringt sich um einen besonderen Genuss. Kräuterblüten zieren nicht nur, sie schmecken auch lecker (z.B. in Salaten, auf Suppen, zu Kartoffeln) und sind für viele Insekten wichtige Futterquellen. Beernten Sie Ihre Kräuter fleißig, sowohl Blätter und Blüten, dann wachsen die würzigen Pflanzen am besten.

Schattieren, lüften und wenden
Die sehr warme, feucht-schwüle Witterung lässt nicht nur Gärtner, sondern auch Pflanzen kräftig schwitzen. Pflanzen sind jetzt sehr durstig, vor allem frisch gesetzte und solche in Kästen und Kübeln. Hier ist Gießen unter Umständen zweimal am Tag nötig. Ein aufgespannter Sonnenschirm oder ein übergelegtes Vlies helfen, die Mittagshitze abzuhalten. Bedecken Sie offenen Boden im Gemüse- und Staudenbeet mit Mulch (z.B. angewelkter Grasschnitt in dünnen Lagen, Rhabarberblätter, feine Holzhäcksel – aber kein Rindenmulch, denn der zehrt zu viel Nährstoffe), so bleibt die Feuchtigkeit länger gespeichert. Platzregen kann so auch die Erde nicht so leicht verschlämmen, Erdteilchen nicht hochspritzen – das verhindert Pilzinfektionen. Gewächshaus und Frühbeete müssen Sie jetzt sehr gründlich lüften! Mulchdecken sollten Sie ab und zu wenden, damit sie trocken bleiben und Schnecken darunter keine idealen Verstecke finden.

Kennen Sie das?
Leit- und Begleitstauden
Damit ein Staudenbeet oder eine Rabatte gut wirken, werden verschiedene Pflanzen nach gewissen Regeln zusammengefügt – ähnlich wie ein Maler mit Farben ein Gemälde schafft und ein Musiker aus Tönen ein Lied komponiert. Leitstauden sind dabei die tonangebenden Elemente, hierfür wählt man einige wenige hohe, stark wüchsige und besonders auffällige Arten wie Rittersporn, Königskerzen, Sonnenhut oder Pfingstrosen. Ihnen gibt man dezente Begleitstauden zur Gesellschaft, sie sollen die dominanten Leitstauden umschmeicheln und noch besser zur Geltung bringen. Zusätzlich sorgen Begleitstauden wie Astern, Storchschnabel, Ziersalbei oder für ein dauerhaftes Gerüst im Beet, weil sie über die gesamte Saison hübsch aussehen. In verbliebene Lücken pflanzt man dann noch Füllstauden zur Abrundung, das sind oft Bodendecker, Blattschmuckgewächse wie Funkien oder Farne, oder auch schlichte Arten wie Frauenmantel und Schleierkraut.

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