Garten: Kehraus im Beet

Garten: Kehraus im Beet

Luzerne

Damit Ihr Garten auch nächstes Jahr schön sprießt, müssen Sie sich um die Grundlagen kümmern: Böden wollen jetzt regelmäßig gelockert werden, damit sich eine fruchtbare Krume bilden kann. Der herbstliche Kehraus dämmt auch Schneckenplagen ein. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br-online.

Bauernregel:
Ist der Oktober warm und fein,
kommt ein scharfer Winter drein.
Ist er aber nass und kühl,
mild der Winter werden will.

Teichpflege
Schon fällt das erste Laub von den Bäumen. Damit die Blätter nicht in den Teich fallen und dort auf dem Boden eine Sauerstoff zehrende Schlammschicht bilden, sollten Sie es regelmäßig abfischen oder aber gleich ein Netz über den Teich spannen. Schneiden Sie verwelkte Pflanzen am Teichufer zurück, aber lassen Sie trockene Halme von Schilf und Gräsern stehen. Die sorgen wie Strohhalme dafür, dass Luft ins Wasser kommt. Zudem verhindern sie durch ihre Bewegung im Wind, dass das Wasser im Winter allzu schnell friert.

Gewächshauspflege
Bei Gewächshaus und Frühbeet sollten Sie jetzt unbedingt die Scheiben putzen, denn es kommt auf jeden Sonnenstrahl an. Je kürzer die Tage werden, desto wichtiger wird das – denn die Sonne sorgt schließlich auch für Wärme. Besonders wichtig: Viel Lüften. Öffnen Sie das Haus möglichst nur in den milden Mittagsstunden, damit es sich gut erwärmen kann. Bereits am Nachmittag sollten Sie es wieder schließen, um die Wärme „gefangen“ zu halten.

Bodenpflege
Kümmern Sie sich auch jetzt noch um das höchste Gut des Gartens: den Boden. Denn ohne die fruchtbare Krume kann nichts wachsen. Lockern Sie die Oberfläche regelmäßig, damit bereiten Sie den Boden schon auf die kommende Winterzeit gut vor. Außerdem kehren Sie dabei Unkrautsamen und Schneckeneier nach oben, die dort schnell vertrocknen. Und es werden Spalten geschlossen, in die sich Schnecken jetzt gerne zurückziehen – so kommt es im nächsten Frühjahr nicht so schnell zu einer neuen Plage.

 

Luzerne

Kennen Sie das?
Stickstoffsammler
Es ist eine Binsenweisheit, dass man im Garten düngen muss. Weil alle Pflanzen Nährstoffe brauchen, vor allem die Hauptnährelemente Stickstoff, Phosphor und Kalium. Stickstoff wirkt dabei als Wachstumsmotor, sorgt für viel Pflanzenmasse. Ist im Boden nicht genügend von diesem Nährsalz vorhanden, kümmern die Pflanzen. Bestimmte Gewächse können sich aber selbst versorgen, was den Stickstoff angeht. Sie beherrschen den Trick, mithilfe von Bakterien in ihren Wurzeln Stickstoff aus der Bodenluft aufzunehmen. Die Rede ist von Schmetterlingsblütlern, im Gemüsegarten als Hülsenfrüchtler sehr beliebt. Erbsen und Bohnen gelten daher als Schwachzehrer, man braucht sie nicht mit Kompost oder anderem Dünger zu versorgen. Mit Inkarnatklee oder Winterwicke, Lupinen oder Luzerne kann man sich die Fähigkeit des Stickstoffsammelns sogar in Form einer Gründüngung zunutze machen. Ausgesät, aufgewachsen, Luftstickstoff in sich gesammelt, dann untergehackt – schon ist der Boden auf ganz natürliche Weise bestens mit Stickstoff versorgt. Es ist gerade noch Zeit dafür, Winterwicken, Inkarnatklee und andere anspruchslose Arten als Gründünger zu kultivieren.

Inkarnatklee

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