So ein Glück mit dem Pech: Baumharze Teil 4

Achtsam sammeln: Während Harze fürs Räuchern nicht weiter vorbehandelt werden müssen, braucht man für Heilzwecke etwas größere Mengen und vor allem sauberes Material. Am besten fängt man flüssiges Harz aus ganzen Stämmen auf. Wenn Nadelbäume geschlagen werden, sondern die Schnittstellen oft reichlich Harz ab. Bei milder Witterung bleibt dies gut flüssig, man kann es von der Stammfläche leicht abschaben.

So ein Glück mit dem Pech: Baumharze Teil 3

Heilsame Harze: Harze schätzt man in der Heilkunde seit jeher hoch ein, insbesondere das Lärchenpech hat vor allem im Alpenraum einen besonderen Ruf. Ob Vieh oder Mensch, den Überlieferungen nach erzielte man mit dem Lärchenpech wahre Wunderdinge. Pures Pech trug man auf schwere Wunden auf, um sie zu verschließen und vor Entzündungen zu schützen. Harze fanden als Pflaster ebenso Verwendung wie als Salben gegen Rheuma, Gicht, Hexenschuss oder sonstige Gliederschmerzen. Als Zugsalbe fand sich eine Harzsalbe in jedem Haushalt, aber auch zur Linderung von Erkältungskrankheiten.

Erkältet, Gliederschmerzen, Muskelkater?

Dann vertrau auf Latschenkiefer. Mit einem selbst angesetzten „Franzbranntwein“ wird’s bald besser. Ein Glas zu einem Drittel mit Latschenkieferzweigen füllen, ein paar Lavendelblüten, Pfefferminze, Rosmarin und Zitronenscheiben dazu, mit Alkohol (40 %) aufgießen. Alles 14 Tage an einem zimmerwarmen, dunklen Ort ausziehen lassen, abfiltern. Ins Badewasser geben, als Einreibung oder für Wickel verwenden.

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