Garten: Gewürze mögen Wärme

Garten: Gewürze mögen Wärme

Zitronenthymian, Lavendel, Rosmarin: Diese Gewürze sind wärmebedürftig. Ohne eine schützende Schneedecke setzt ihnen Frost und Sonne zu. Umsorgen Sie Ihre Gewürze stattdessen mit Gartenerde, Zweigen und Vlies. Meine wöchentlichen Gartentipps, auch auf br-online.

Bauernregel:
Im Januar viel Regen und wenig Schnee,
tut Saaten, Wiesen und Bäumen weh.

Frühlingshauch im Haus
Wer sich ein paar Zweige aus dem Garten ins Haus holt, hat trotz der wieder winterlichen Witterung bald Frühlingsgefühle. Bei Kornelkirschen, Forsythien, Zierkirschen, Schneeball, Himbeeren und anderen Gehölzen brechen die Knospen sehr schnell auf, sobald man sie in die Wärme holt. Die Zweige mit einem scharfen Messer lang schräg anschneiden und in lauwarmes Wasser stellen. Innerhalb weniger Tage beginnen die Zweige zu grünen und zu blühen.

Saatschalen sammeln
Bald ist es wieder soweit, die ersten Samen können auf der Fensterbank in Erde gebettet und angezogen werden. Doch dafür braucht man Behältnisse. Wunderbar eignen sich Schalen aus Kunststoff, in denen Obst und Gemüse verkauft wird. Besonders zu empfehlen sind solche, die einen Deckel haben – daraus ergibt sich gleich ein Minigewächshaus. Sammeln Sie solche Behälter, dann sind Sie bestens für das Frühjahr gerüstet.

Würziges umsorgen
Lavendel, Rosmarin und Salbei, auch Thymian und Ysop sollten Sie jetzt vorsichtshalber warm einpacken. War die Witterung bislang ideal für diese wärmebedürftigen Halbsträucher – unter Schnee schön dick eingepackt – so können sie ohne schützende Schneedecke sehr schnell leiden, sowohl unter Frost wie auch unter starker Sonneneinstrahlung. Schütten Sie Gartenerde, reifen Kompost oder auch Laub unter den Büschen auf und stecken Sie einige Fichten- oder Tannenzweige rund herum. Auch Vlies leistet gute Dienste, wickeln Sie die Sträuchlein mit einigen Bahnen rundherum ein.

Kennen Sie das?
Sortenreines Saatgut
Als sortenrein, sortenecht oder sortentreu bezeichnet man züchterisch ausgelesene oder bearbeitete Pflanzen, die erbrein aus Samen nachgezogen werden können. Sortenreinheit ist auf manchen Samentüten als Qualitätskriterium vermerkt. Alle aus diesen Samen wachsenden Pflanzen zeigen dieselben Eigenschaften wie die Elternpflanze, etwa bei Tomaten eine bestimmte Fruchtform und -größe.
Gewinnt man von Tomaten aus Eigenanbau selbst Samen, so ist eine Sortenreinheit nicht garantiert. Es ist bei Tomaten zwar selten, dass sie sich untereinander kreuzen. Dennoch kann es vorkommen, dass Bienen Blütenstaub von anderen Tomatensorten übertragen. Dann kommt es zur Durchmischung von Erbgut, die Sorten kreuzen sich und die Nachkommen können einen ganz eigenen Charakter haben – manchmal zum Vorteil. Sogenannte F1-Hybriden lassen sich niemals sortenrein nachziehen, sie sind stets aus einer ganz bestimmten Kreuzung von Elternsorten entstanden. Sämlinge von solchen Hybriden fallen alle unterschiedlich aus.

1 Kommentar
  • Na, da können wir ja froh sein, dass die Bauernregel dieses Mal nicht unbedingt eintrifft. Bei dem Schnee, der gefallen ist! Da sollte das ganze Gemüse ja schön gedeihen… Gruß

    31. Januar 2011 um 13:50

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