Garten: Auf ins neue Jahr!

Garten: Auf ins neue Jahr!

Jetzt ist Hochsaison für Zimmerpflanzen: Sie mögen es gut durchlüftet, aber nicht zu kalt. Den Christbaum brauchen Sie übrigens nicht an einer Sammelstelle abgeben: Den können Sie im Garten nämlich aufs Beste wiederverwerten. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de

Auf ein gutes neues Gartenjahr, schon grünt und blüht uns was:
• Sprossen von Kresse oder Linsen am Küchenfenster.
• Kissenprimeln und Mini-Narzissen auf dem Tisch.
• Kamelien, Mittelmeerschneeball und Südseemyrte im Wintergarten.

Bauernregel:
Der Januar muss krachen,
soll der Frühling lachen.

Verwertung vom Christbaum
Wenn der Christbaum aus der Stube geräumt wird, muss er keineswegs der Entsorgung zugeführt werden. Die Zweige sind, von allem Schmuck befreit, ideal zur Abdeckung von Beeten, Rosen oder Gewürzkräutern geeignet. Wer beispielsweise seinen Rhabarber jetzt dick einpackt, der kann besonders früh ernten. Selbst der entastete Stamm kann noch neu genutzt werden, z.B. als Rankstütze für Bohnen oder als Halterung für Meisenknödel und anderes Vogelfutter.

Frische Luft tut gut
Räume, in denen Kübelpflanzen und Balkonblumen überwintern oder Obst und Gemüse lagert, müssen regelmäßig gelüftet werden. Viel frische Luft sorgt dafür, dass sich Krankheiten, Schimmel oder Fäulnis nicht ausbreiten können. Öffnen Sie am besten täglich für etwa 10 Minuten die Fenster weit. Um jedoch Kälteschäden zu vermeiden, müssen Sie darauf achten, dass keine eisige Zugluft entsteht.

Weiches Wasser erwünscht
Reste von abgestandenem Mineralwasser und Tee sollte man nicht wegschütten, es eignet sich prima zum Gießen, ebenso abgekühltes Kochwasser von Kartoffeln und Gemüse. Diese Wässer sind kalkarm, aber reich an Mineralstoffen – mit ihnen werden Pflanzen optimal versorgt. Verwenden Sie allgemein zum Wässern möglichst kalkarmes Wasser, lassen Sie hartes Leitungswasser am besten durch ein Filtersystem laufen. Wirksam entkalkt wird Wasser auch, wenn man über Nacht einen Beutel Torf hineinhängt: Alten Strumpf, Leinenbeutel o.ä. mit Torf füllen, verschließen und ins Wasser hängen – man rechnet etwa zwei gute Handvoll Torf pro 10 Liter Wasser. Ungeeignet ist Wasser aus dem Wäschetrockner, da es Waschmittelreste enthält.

Kennen Sie das?
Räuchern
Mit dem Dreikönigstag enden die Raunächte, in denen die wilde Jagd, die bösen Geister ihr Unwesen treiben. Um die Unbilden zu bannen, verräucherte man Harze und Pflanzen. Mit Fichtenharz und Salbei, Wacholder und Beifuß reinigte man Haus und Hof, bat über den zum Himmel steigenden Rauch um ein gutes Gedeihen und reiche Ernte. Räuchern beugte ebenso Erkältungskrankheiten vor, weil Krankheitskeime damit unschädlich gemacht wurden. Eine traditionelle Anwendung ist etwa das Aufhängen eines Bündels Beifuß an einem Ast, der am unteren Ende angezündet wird und langsam verglimmen soll. Salbeiblätter aus dem Garten können zu einem Ballen geformt werden, in einer feuerfesten Schale verräuchert werden – damit geht man durch alle Räume und lüftet anschließend gründlich.

1 Kommentar
  • In der Kraut & Rüben Zeitung war einmal ein Artikel drinnen, den ich umgehend umgesetzt habe:
    den Tannengipfel samt 1. Astreihe vom Baum entfernt die Borke vorsichtig abgeschabt, rundherum die oberste Reihe der Äste bis auf 8 bzw. 4 cm gekürzt, trocknen gelassen und geölt: nun habe ich 2 Quirle.
    … tja und der Rest der Bäume ist dann nach der Trockenzeit zum Wärmen der Stube verwendet worden.

    8. Januar 2012 um 18:31

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