Kraut der Herzen

Sonntag ist Muttertag. Wer die Herzen der Mütter (aber nicht nur die) erfreuen möchte, dem sei der Waldmeister ans Herz gelegt. Waldmeister (Galium odoratum) heißt auch Herzfreund oder Herzensfreude, schon Tabernaemontanus sagte über ihn, dass er das Herz stärken und erfreuen würde. Na also!

Herzensfreude bringt das kleine Kraut allein schon durch seine Gestalt. Und dann erst der Duft! Maiwein, also ein leichter Weißwein angesetzt mit einem Sträußchen Waldmeister, gilt seit jeher als Kräftigungsmittel für Herz und Leber. Getrocknet in ein kleines Kissen oder einfach in ein hübsches Taschentuch gefüllt, verhilft der Waldmeister zu herzigen Träumen. Aber immer daran denken – Waldmeister entwickelt seinen wunderbaren Duft erst, wenn er welkt. Bei mir darf er in der Wohnung trocknen, das bringt gute Laune in die Räume. Und dann hätte ich hier noch ein Rezept: Rhabarbersaft mit Waldmeister.

1 kg roten Rhabarber putzen, in kleine Stücke schneiden und mit reichlich Wasser sowie drei Scheiben Zitrone aufkochen. Bei milder Hitze 20 Minuten mehr ziehen lassen als köcheln. Absieben, den noch heißen Saft (herrlich rosa gefärbt) nach Geschmack mit Zucker oder Stevia süßen und ein Sträußchen Waldmeister hineingeben. Erkalten lassen, den Waldmeister herausnehmen – genießen! Wahre Herzensfreude.

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