Garten: Was tun?

Garten: Was tun?

Maehnengerste 2Frisch entdeckt:
Mähnengerste
Wallende „Haarpracht“, überhängende Ähren mit langen Grannen machen die Mähnengerste (Hordeum jubatum) zu einer unübersehbaren Attraktion im Blumenbeet oder Balkonkasten. Das einjährige Ziergras mag es sonnig, heiß und trocken, seine anfangs grünliche Mähne färbt sich erst gelb, schließlich oft an den Spitzen rötlich bis violett. Die Masse macht’s, Mähnengerste wirkt nur dann richtig gut, wenn sie in größeren Gruppen gesät wird.

Wetterregel:
Im August, beim ersten Regen,
pflegt die Hitze sich zu legen.

Aepfel FallobstWas tun mit Fallobst?
Zuerst Trockenheit, dann Wetterumschwung: Die Apfelbäume haben massenhaft Früchte abgeworfen. Das Fallobst können Sie vielfältig verwerten: Apfelmus, Apfelgelee, Apfelkompott, Apfel-Chutney, Apfellikör – einfach nur schadhafte Stellen großzügig ausschneiden. Nicht mehr Verwertbares kommt zum Kompost. Einige Äpfel wie Klarapfel, Discovery oder Gravensteiner sind sogar schon reif, und solche frühen Sorten sollten auch früh gepflückt und gleich verbraucht werden. Die Früchte lassen sich nicht lagern, werden schnell mehlig und verlieren deutlich an Aroma.

Rasen verbranntWas tun mit dem Rasen?
Einen Vorteil hatte die Hitze der vergangenen Wochen: Man musste keinen Rasen mähen – außer der Rasen wurde ständig beregnet. Nun sieht er aus wie ein trauriger brauner Abtreter, wird da je wieder ein samtweicher Gräserteppich draus? Nur die Ruhe, es sprießt schon wieder. Sobald es mehr regnet, der Boden feuchter wird, schieben die völlig vertrockneten Gräser wieder frisches Grün. Man sieht es schon grün werden. Eine Rasennachsaat wird erst nötig, wenn nichts mehr nachwächst oder allzu große Lücken bleiben.

Salat und RadieschenWas tun mit leeren Beeten?
Nachdem der Himmel endlich ein Einsehen hatte und es regnen ließ, lohnen sich letzte Gemüse-Aussaaten. Dennoch sollten Sie die alte Regel „Soll der Samen schneller sprießen, musst du vor dem Säen gießen.“ befolgen. Schnitt- und Pflücksalat, Radieschen, Rote Bete, Portulak oder Spinat haben so kurze Kulturzeiten, dass sie in wenigen Wochen, bevor der Herbst die Gartensaison beendet, noch gut reifen. Feldsalat ist eine ideale Nachkultur, egal was vorher auf den Beeten gewachsen ist.

RosmarinGlück aus dem Garten
Langsam auf Diät setzen
Damit Holz ausreifen kann, dürfen Pflanzen nicht mehr gedüngt werden. Insbesondere bei mediterranen Halbsträuchern wie Lavendel oder Rosmarin muss die Nährstoffversorgung deutlich reduziert werden. Sonst bleiben die Sommertriebe nämlich weich, verholzen nicht und leiden im Winter.
Noch mehr Tipps wie diesen finden Sie in meinem Bayern 1-Buch von Karin Greiner „Glück aus dem Garten – mit der Gartenexpertin durch die 10 Jahreszeiten“ – erhältlich im BR-Shop und im Buchhandel.

Keine Kommentare vorhanden

Einen Kommentar schreiben

X