Garten: Es ist angerichtet!

Garten: Es ist angerichtet!

Rosen, Ringelblumen, Malven, Stockrosen, Nachtkerzen und Taglilien stehen in voller Blüte. In diesen Blumen steckt viel mehr, als nur schöne Dekoration für den Garten zu sein. Viele Blütenblätter sind wahre Delikatessen für Gourmets und das I-Tüpferl für viele Speisen. Meine wöchentlichen Gartentipps auf br-online.

Bauernregel:
Die erste Birn‘ bricht Margareth (20.7.),
drauf überall die Ernt‘ losgeht.

Petersilie säen
Petersilie muss sich erst vom Heiligen Vater in Rom die Erlaubnis zum Keimen holen und diese Pilgerreise dauert sieben Wochen, so sagt der Volksmund. Tatsächlich braucht Petersilie zur Keimung viel Wärme und gleichmäßige Feuchtigkeit. Bei 5-8 °C lässt sie sich durchaus bis zu sieben Wochen Zeit, bei 20-25 °C dagegen geht sie schon in 2-3 Wochen auf. Sie können das würzige Küchenkraut jetzt gut aussäen. Halten Sie die Saat unbedingt gleichmäßig feucht, nur einmal kurz ausgetrocknet sterben die Keimlinge sofort ab. Decken Sie das Beet oder die Saatschale mit einem Vlies ab, das hält die Feuchtigkeit länger in der Erde. Zur Aussaat eignen sich übrigens auch frische Samen, die Sie jetzt von den Pflanzen abernten können.

Kompost wässern
Die Hitze und ausbleibender Regen führen vielerorts dazu, dass der Kompost völlig austrocknet. Doch in trockenen Kompostmieten läuft keine Verrottung mehr ab. Sorgen Sie dafür, dass der Kompost beschattet wird, z.B. mit großen alten Blättern oder Zweigwerk abdecken, und gießen Sie ihn mal tüchtig. Das freut nicht nur die Regenwürmer.

Essbare Blüten
Rosen, Ringelblumen, Malven, Stockrosen, Nachtkerzen und Taglilien stehen gerade in voller Blüte. Die Blumen sind nicht nur eine Augenweide, ihre Blüten schmecken köstlich! Zupfen Sie frisch aufgeblühte Blumen ab und garnieren Sie damit Salate, Desserts oder Bowlen – beim nächsten Grillabend oder Gartenfest ernten Sie damit sicher viel Beifall.

Für neuen Schwung
Zum Höhepunkt des Sommers tut es Balkon- und Kübelpflanzen gut, wenn man sie gründlich ausputzt und etwas zurückschneidet. Überlange Triebe von Surfinia-Petunien, abstehende Zweige beim Enzianstrauch, kahl werdende Büsche vom Männertreu oder Verblühtes bei Löwenmäulchen und Ziersalbei wird jetzt kräftig geschnitten. Eine Düngung mit einem Volldünger bringt die Blühpflanzen schnell wieder zu neuer Schönheit.

Kennen Sie das?
Balsamkraut
In früheren Zeiten hatten viele eine solche Staude im Garten. Von den stark nach Kampfer duftenden Blättern legten die Frauen sich eines ins Gebetbuch, damit sie bei der Predigt nicht einschliefen. Darauf beruhen auch die Namen Bibelblatt, Frauenminze und Marienblatt für das Balsamkraut (Tanacetum balsamita). Sonne und Wärme liebend, bildet das Balsamkraut kräftige Stöcke mit formschönem Blattwerk, das sich gut trocknen lässt – und dann als Potpourrizutat oder als Mottenschutz in Schränken genutzt werden kann. Erst sehr spät im Sommer erscheinen kleine gelbe Knopfblüten, die intensiv duften.

2 Kommentare
  • Bei uns im Garten wächst es auch das Marienblatt und kann ganz schön wuchern. Eine Frau hat mir mal erzählt, dass sie das zerquetschte Blatt dieser Pflanze erfolgreich als Heilmittel gegen Herpesbläschen an der Lippe angewandt hat.

    20. Juli 2010 um 13:48
  • Danke für den Tipp mit den essbaren Blüten, liebe Karin!

    Viele Grüße – Renate

    23. Juli 2010 um 10:19

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