Garten: Hoch, halb oder buschig?

Garten: Hoch, halb oder buschig?

Während sich Ihr Garten für den Oktober fein gemacht hat, können Sie schon mal ans nächste Jahr denken. Welcher Obstbaum darf es denn sein: Hoch-, Halb-, Niederstamm oder Buschbaum? Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br-online.

Bauernregel:
Bevor du Simon-Judas (28. Oktober) schaust,
pflanze Bäume, schneide Kraut.

Kraut ernten
Nach den ersten leichten Frösten ist es Zeit, die Gemüsebeete zu räumen. Kraut und Rüben, letzte Tomaten und Rettiche kommen in die Küche. Lässt man von Mangold und Sellerie die Wurzeln in der Erde und deckt sie mit Laub ab, treibt es im Frühling wieder aus, man hat dann gleich frisches Gemüse. Draußen bleiben Wintersalat wie Chinakohl und Endivien, allerdings sollte man sie zum Schutz vor Nässe mit Vlies oder einem Folientunnel überdecken.

Dahlien einlagern
Sind Blüten und Triebe von Dahlien, Gladiolen, Canna und Montbretien vom Frost dahin gerafft, schneidet man die oberirdischen Teile bis etwa eine knappe Handbreit über den Boden ab. Rund um die unterirdischen Teile sticht man mit der Grabgabel ein und hebelt sie schon einmal etwas aus dem Boden. Nach ein paar Tagen Nachtrocknen auf dem Beet holt man die Knollen und Wurzelstöcke dann ins Haus, schichtet sie in Sand und lagert sie dunkel, kühl, aber frostfrei ein.

Himbeeren schneiden
Abgetragene Ruten der Himbeeren werden jetzt entfernt. Schneiden Sie die Zweige möglichst tief ab, am besten bis knapp unter die Erdoberfläche. Insbesondere Himbeerruten, die aufgeplatzte Rinde oder violette Flecken zeigen, müssen unbedingt gekappt werden. Das beugt der gefürchteten Rutenkrankheit vor. Lassen Sie pro laufenden Meter maximal acht mittelstarke Triebe stehen. Bedecken Sie den Boden dick mit Mulch, am besten mit Gehölzhäcksel und Laub.

Kennen Sie das?
Hochstamm
Planen Sie, einen Obstbaum zu pflanzen? Dann muss nicht nur die richtige Sortenwahl getroffen werden. Es gilt ebenso, sich für eine bestimmte Baumform zu entscheiden. Denn Obstbaum ist noch lange nicht Obstbaum. Die Baumschulen und Versandgärtnereien halten da mehrere Typen im Angebot, von Hochstamm über Halb- oder Niederstamm und Buschbaum, Spindelbaum bis hin zu Sonderformen wie Säulenbäumchen und Spalieren. Der Hochstamm ist die klassische Baumvariante, mit hohem Stamm und erst in Kopfhöhe ansetzender, oft ausladender Krone. Unter einem solchen Baum kann man bequem spazieren, eine Bank aufstellen oder in kräftigen Ästen später eine Schaukel anbringen. Diese Baumform erweist sich in der Regel als starkwüchsig, setzt zwar erst nach vielen Jahren Früchte an, trägt dafür aber sehr reich und kann gut hundert Jahre alt werden. Voraussetzung, sich einen solch stattlichen Baum in den Garten zu holen, ist ausreichend Platz und die Bereitschaft, jährlich zu schneiden.

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