Tu was für die Natur: Wilde Ecken

Tu was für die Natur: Wilde Ecken

Die gute Idee für Garten und Balkon auf Bayern 1: Lassen Sie etwas Unordnung im Garten zu, denn das bedeutet eine Vielfalt an Strukturen und oft auch an Pflanzenarten. In der Natur gibt es auch keine Ordnung, wie wir uns das vorstellen, da wachsen die Radieschen nicht in Reih und Glied und werden Büsche wie Gräser nicht in Form getrimmt. Eine wahre Rettungsinsel für unzählige Lebewesen ist etwa der Komposthaufen, der eigentlich in jeden Garten gehört. Lebendiges Durcheinander ist die Basis für Artenvielfalt und Insektenschutz.

Das lässt sich im Garten mit ganz einfachen Maßnahmen umsetzen:

Schnittgut von Bäumen und Sträuchern nicht komplett zum Recyclinghof bringen, sondern in einer ruhigen Ecke aufschlichten. Solche Totholzhaufen können mit Lesesteinen, Kies und Laub noch aufgewertet werden.

Nicht alle Bodenflächen versiegeln, sondern Fugen, Zwischenräume zwischen Platten oder Trittsteinen begrünen, z.B. mit trittfestem Teppichthymian oder Mastkraut.

Wenn schon Mauern, dann solche mit vielen offenen Ritzen und Fugen. Besonders wertvoll, weil so selten geworden sind offene Sand- oder Lehmbodenbereiche, wichtig z.B. für Mauerbienen und Schwalben zum Nestbau.

Wildkräuterwiese mit Gänseblümchen, Braunellen und Gundermann statt Einheitsgrün zulassen, und dies etappenweise mähen statt immerwährend durch einen Rasenroboter raspelkurz und steril zu halten.

Mein spezieller Tipp: „Unordnung“ in Form von Totholz- und Steinhaufen lässt sich leicht „unsichtbar“ machen, einfach einen dichten Holzlattenzaun, eine Schilfmatte, ein Gerüst mit Kletterpflanzen oder eine Hecke davorsetzen. Das sorgt zudem dafür, dass diese Naturoasen noch ungestörter bleiben.

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