Knusper, knusper, Blättchen

Knusper, knusper, Blättchen

Wer den Pavillon vom Tölzer Kräuterladen und mir auf der Home & Garden letztes Wochenende in Rottach-Egern besucht hat, hat sie kosten dürfen: Grüne Chips! Grüne Chips? Da konnte keiner Nein sagen, als der Duft von frisch ausgebackenen Brennnesselblättern durch die Luft zog. Kaum verspeist, wurde nach Nachschub gerufen. Noch ein grünes Chips, bitte! Brennt gar nicht mehr, weckt höchstens brennendes Verlangen… nach mehr! So werden Brennnesseln unwiderstehlich.

Zum Aperitif, beim Spieleabend, für den Kindergeburtstag. Es gibt viele (bald sicher noch mehr) Gelegenheiten, um mal diese wilde Köstlichkeit zu servieren. Außer Brennnesselblättern kann man ruhig auch mal andere Blätter ausprobieren. Basilikum. Salbei. Minze. Rosmarin. Olivenkraut. Und von den wilden Kräutern Frauenmantel, Wiesenbärenklau, Schafgarbe…

Blätter durch einen Ausbackteig (1 Ei, 100 g Mehl, 125 ml Milch oder Bier oder Wein, 1 Prise Salz – alles zu einem flüssigen Teig verquirlen, eine Weile quellen lassen) oder Tempurateig (1 Ei mit 1 Prise Salz und 200 ml eiskaltem Wasser schaumig aufschlagen, 100 g feines Weizenmehl und 100 g Reismehl darüber sieben, mischen und weitere 200 ml Eiswasser zufügen, alles zu einem glatten Teig verrühren) ziehen und in heißem Fett (Rapsöl, Sonnenblumenöl, Butterschmalz oder ein anderes hocherhitzbares Fett) wenige Minuten kross und goldbraun ausbacken. Auf Küchenpapier abtropfen lassen, salzen. Am besten passt da ein feines Kräutersalz, zu Pfefferminzblättern auch ein feines Pfefferminzsalz, zu Schafgarbe ein Wildkräutersalz…

Und hier noch ein Tipp: Statt Blättern ruhig mal Blüten versuchen. Ringelblumen – auch ohne Ausbackteig, nur einfach schlicht frittiert und zart gesalzen (mit Wildblütensalz). Muss man da was dazu sagen?

Ja – solche Gaumenkitzel gibt es wieder – auf dem Tölzer Herbstzauber am 28.-30.9.2012 – am Stand vom Kräuter-Erlebnis-Zentrum e.V.

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