Garten: Schädlinge erfolgreich bekämpfen

Die Sonne strahlt vom Himmel und die Blumen und anderen Pflanzen im Garten gedeihen. Doch was, wenn Rosen, Rhododendren oder Schneeball nicht richtig blühen wollen? Womöglich leiden sie unter Schädlingsbefall. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br-online.

Bauernregel:
Wie der Holunder blüht,
Rebe auch und Lieb‘ erglüht.
Blühen beid‘ im Vollmondschein,
gibt’s viel Glück und guten Wein.

Wenn Rosen Läuse kriegen
Die anhaltend milde Witterung lässt nicht nur Knospen sprießen, sondern lockt leider auch Läuse. In großen Trupps sitzen Blattläuse an den Spitzen der Rosentriebe, genau dort, wo gerade Blütenknospen treiben. Spülen Sie die Läuse mit Wasser herunter und sprühen Sie Lavendelöl-Lösung (10 Tropfen Lavendelöl, 1 kleiner Tropfen Spülmittel in einem Liter Wasser verschütteln). Den Rest erledigen Nützlinge wie Marienkäfer und Meisen.

Wenn Rhododendren nicht blühen
Rhododendren stehen in voller Blütenpracht. Wenn an manchen Büschen die Blütenknospen mickrig bleiben, sich gar schwarz verfärben und aus ihnen winzige Stäbchen herauswachsen, sind sie häufig von einem Pilz befallen. Dieser Pilz wird durch Zikaden übertragen. Diese Insekten, attraktiv grün gefärbt mit orange-rötlichen Streifen, saugen an den Blättern (wie auch an Efeu, Lorbeerkirsche und einigen weiteren Gehölzen), insbesondere auch deren Larven, und übertragen die Pilze. Bei massivem Befall können die Zikaden einzelne Rhododendrontriebe zum Absterben bringen. Mit Gelbtafeln lassen sich die Zikaden gut bekämpfen, außerdem müssen sämtliche befallenen Knospen entfernt und vernichtet werden.

Wenn Schneebälle Löcher kriegen
Flache Blütenteller oder voluminöse Kugeln in strahlendem Weiß, so zeigen gerade Schneeballsträucher ihren üppigen Flor. Das Bild wird oft getrübt durch löchrige oder völlig skelettierte Blätter. Da war der Schneeballblattkäfer am Werk, vielmehr dessen Larven. Legen Sie ein Tuch oder ein Stück dichtes Vlies unter den Strauch und klopfen Sie kräftig auf die Zweige. Die herabgefallenen Larven lassen sich dann leicht entfernen.

Kennen Sie das?
Ausgeizen
Sonne, Wärme und Wasser lassen Tomaten zurzeit schnell wachsen, man kann fast zusehen dabei. In den Blattachseln entstehen Seitentriebe, aber auch an der Basis der Tomatenstängel sprießen oft kräftige Schösslinge. Diese müssen bei Stabtomaten unbedingt ausgebrochen werden – nicht jedoch bei Busch- und Strauchtomaten. Ausgeizen nennt dies der Fachmann. Geiztriebe kosten die Pflanze nämlich sehr viel Kraft, das geht zu Lasten des Blüten- und Fruchtansatzes. Die Geiztriebe kann man dann wieder als Stecklinge verwenden, dazu einfach in lockere Erde einsetzen. Sie bilden rasch Wurzeln und wachsen zu selbständigen Pflanzen heran. Bis Mitte Juni lohnt sich das, Früchte reifen dann oft noch aus.

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