Garten: Erdbeeren ade, Pflaumen juchhe!

Garten: Erdbeeren ade, Pflaumen juchhe!

Die Erdbeersaison neigt sich dem Ende zu und die Stauden sollten für nächstes Jahr vorbereitet werden. Danach verlangt das Steinobst Ihre volle Aufmerksamkeit: späte Kirschen, Pflaumen und Aprikosen sind jetzt erntereif. Meine wöchentlichen Gartentipss – auch auf br.de.

Erntesegen beim Steinobst:
• Späte Kirschen.
• Kirschpflaumen.
• Frühe Pflaumen (Frühzwetschgen).

Bauernregel:
Zu Oswald (5.8.)
wächst die Rübe bald.

Für zarte Rüben sorgen
Die Stoppelfelder sind schon umgepflügt, früher wurden dort dann Rüben gesät: Stoppel- oder Herbstrüben. Auch im Garten kann man auf bereits abgeernteten Beeten jetzt Anfang August Rüben noch gut säen, sie reifen bis Oktober/November. Rund 30 cm Abstand sollten die Reihen haben, in denen Herbstrüben oder Navets stehen. Je dichter man die schon nach kurzer Zeit keimenden Rübchen stehen lässt, desto kleiner bleiben sie. Wer auf schöne große Rüben Wert legt, vereinzelt in der Reihe auf 20-25 cm Abstand. Und wie wäre es mal mit Bayerischen Rüben? Diese fast vergessene, äußerst schmackhafte Speiserübe ist den Anbau unbedingt wert.

Für süße Früchtchen sorgen
Die diesjährige Erdbeersaison ist zu Ende, doch man sollte schon an die nächste denken. Schneiden Sie das alte Laub der Erdbeerstauden bis auf eine knappe Handbreit über den Boden ab, um Krankheiten vorzubeugen und einen kräftigen Neuaustrieb anzuregen. Ableger, die sich schon kräftig bewurzelt haben, werden neu eingepflanzt. Damit sie gut einwachsen, müssen sie reichlich gewässert werden. Und es ist Zeit für Neupflanzungen. Zwischen die frisch gesetzten Erdbeerreihen kann Spinat oder Feldsalat gesät werden, die auch über den Winter stehen bleiben und die Erdbeeren vor eisigem Wind gut schützen.

Für durstige Gewächse sorgen
Ein sonniger, heißer Tag lässt nicht nur Gärtner schwitzen, auch Pflanzen verdunsten dann sehr viel Wasser. Umso mehr, wenn auch noch ein Wind zusätzlich austrocknet. Balkon- und Kübelpflanzen müssen also ausgiebig gewässert werden, immerhin soll deren Saison noch bis tief in den Herbst fortdauern. Oleander, Fuchsien und Engelstrompeten brauchen wie Hortensien sehr viel Wasser, hier ist besonders darauf zu achten, dass die Erde durchdringend gegossen wird. Im Untersetzer oder Übertopf darf aber kein Wasser stehen bleiben.

Gartenweisheit
Kirschenwochen
Anfang August endet mit der letzten von sieben Kirschenwochen die Zeit dieser verführerischen Baumfrüchte. Süßkirschen, deren Sorten man nach der Konsistenz des Fruchtfleischs in weichfleischige Herzkirschen und knackige Knorpelkirschen unterscheidet, reifen von Anfang Mai bis Mitte August. Die Reifezeit teilt sich traditionell in so genannte Kirschenwochen, wobei eine Kirschenwoche zwei Kalenderwochen umfasst. Wer madenfreie Kirschen ernten will, pflanzt Süßkirschensorten wie Burlat, Frühe Rote Meckenheimer, Kassins Frühe Herzkirsche, Celeste oder Valeska, die in den ersten beiden Kirschenwochen reifen. Die Kirschfruchtfliege, deren Maden die Kirschen „wurmig“ machen, fliegt erst ab der dritten Kirschenwoche. Oder man weicht auf Sauerkirschen aus, die ab August reifen und von der Kirschfruchtfliege überhaupt nicht befallen werden.

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