Garten: Frühsommer im Anmarsch

Garten: Frühsommer im Anmarsch

Die Eisheiligen sind fast vorbei: Auch kälteempfindliche Pflanzen dürfen jetzt nach draußen. Nachts sollte man sie aber noch abdecken. Außerdem wird der Steingarten gepflegt und Stauden mit Stützgerüsten versehen. Meine wöchentlichen Gartentipps auf br-online.

Bauernregel:
Vor Nachtfrost du nicht sicher bist,
bevor Sophie (15.5.) vorüber ist.

Alles nach draußen!
Der 15. Mai, die kalte Sophie zum Ende der Eisheiligen (11.-15. Mai), ist einer der wichtigsten Termine im Gärtnerjahr. Obwohl der Mai bislang eher seine kalte Schulter zeigt, scheint die Nachtfrostgefahr für dieses Frühjahr gebannt, die Böden haben sich gut erwärmt. Jetzt können alle Pflanzen ins Freie, auch die kälteempfindlichen Gemüse wie Tomaten, Auberginen oder Zucchini, exotische Kübelpflanzen wie Hibiskus oder Prinzessinnenblume, Balkongewächse wie Petunien oder Geranien, Beetblumen wie Levkojen, Astern oder Löwenmäulchen. Vor nächtlicher Kälte schützt man die Pflanzen durch Überlegen von Vlies, Folie oder Hauben.

Steingartenpflege
In Steingärten, aber auch auf Rabatten und Beeten, blühen jetzt viele Polsterstauden üppig: Blaukissen, Polsterphlox, Gänsekresse und andere. Eine gute Portion Dünger, am besten in Form von reifem Kompost, fördert deren Wachstum. Sobald die Stauden abgeblüht sind, schneidet man sie zurück und bringt die Kissen in Form. Unbedingt auch das aufkeimende Unkraut wie Quecken zwischen den Polstern herauszupfen!

Stauden stützen
Hoch wachsende Stauden wie Rittersporn, Astern, Margeriten, Sonnenhut, Sonnenbraut oder Phlox sollten Sie bereits jetzt mit einem Stützgerüst versehen, obwohl die Triebe noch gar nicht so lang sind. Dazu einfach mehrere Stützstäbe rund um jede Staude in den Boden stecken und mit einer Schnur rundherum verbinden. Vorteil dieser frühzeitigen Maßnahme: Die Stauden finden rechtzeitig Halt, sie überwachsen die Stütze, so dass diese bald gar nicht mehr auffällt – und wirken so besonders prächtig.

Kennen Sie den?
Erdbeerspinat
Blätter wie Spinat, Früchte wie Erdbeeren, Nutzpflanze wie Ziergewächs zugleich – das ist der Erdbeerspinat (Chenopodium capitatum), ein altes, fast in Vergessenheit geratenes Gemüse der Bauerngärten. Äußerst anspruchslos gedeiht die einjährige Pflanze in Beeten ebenso wie in Kästen und Töpfen, selbst auf steinigen, kargen Böden. Ausgesät werden kann bis etwa Mitte Juni. Die Blätter können abgepflückt und wie Spinat zubereitet werden. Die roten Früchte schmecken leider nicht so, wie ihr Aussehen erwarten ließe, sind aber dennoch eine nette Garnierung – oder eben Zierde für den gesamten Sommer.

1 Kommentar
  • waltraud zink
    Antworten

    Ja ich habe vor 2 Jahren Erdbeerspinat gesät und in den Blumenrabatten gepflanzt. Diese pflanzen vermehrt sich von selbst es sind schon wieder junge Setzlinge nachgewachsen.Besonderes an sonnige kargen Boden wächst sie gut.Sie ist ein schöner Blickfang für ein Blumenbeet oderTöpfen.
    waltraud z.

    26. Mai 2010 um 9:02

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