Verflixt verfrüht

Toll, die Geranie mit all den Blütenbüscheln! Wahnsinn – diese Rose in ihrer Blütenfülle! Sagenhaft – der Rittersporn mit den üppigen Blütenkerzen! Damit Kunden sofort ein schönes Bild von den Pflanzen haben, werden diese häufig kräftig vorgetrieben, also eigentlich zur Unzeit aufgehübscht.

Voll erblühte Rosen schon im April? Das ist doch wie Erdbeeren zu Weihnachten. Oft ist nur wichtig, dass der Kunde sieht, was er kauft. In guten Gärtnereien gibt es dagegen oft nur ein, zwei voll blühende Exemplare als Schaustücke.

Denn mit Gewalt verfrühte Pflanzen erleben einen ziemlichen Schock, wenn sie nach draußen kommen. Und sie werden auch viel früher ausgelaugt sein, oft bereits vor Ende der eigentlichen Saison schon einbrechen – und die Saison dauert den Erfahrungen der letzten Jahre nach bis tief in den November. Gute Gärtner überzeugen ihre Kunden, statt der bereits blühenden Pflanzen die noch jugendlich frischen mit den Knospen zu bevorzugen. Die Pflanzen werden schon im frühen Wachstumsstadium im Freiland akklimatisiert und wachsen dadurch nach dem Pflanzen besser an.

Tipp: Allzu „vorwitzige“ Pflanzen besonders im Auge behalten und nur allmählich ans Freiland gewöhnen. Besonders aufmerksam pflegen, eventuell nach einer ersten kräftigen Blühphase mal gut zurückschneiden.

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