Gisula Tscharner Tag

Die Fichte – voll vernadelt

Ein neues Jahr, neue Geschichten. Da höre ich eine, in der ist von Wurst die Rede. Und zwar von einem speziellen Gewürz, das die Wurst veredelt. Nein, kein Majoran, kein Piment, kein Kümmel. Sondern – ich konnt’s kaum glauben: Fichten! Des Weihnachtsbaumes Nachverwertung. Picea abies, der Brotbaum der Forstwirtschaft, begegnen wir auf Schritt und Tritt. Immerhin jeder vierte Baum in deutschen Wäldern ist eine Fichte, auch Rottanne genannt. Ihre grünen Nadeln, die sie in gut geheizten Wohnungen so schnell verliert (weshalb Fichten ihren Rang als beliebtester Baum an die Nordmanntanne verloren haben), wecken mein ganzes Interesse. Mal sehen, was sich über Fichtengrün so zusammentragen lässt, küchentechnisch und gourmetträchtig. Darf nicht unerwähnt bleiben, dass die Fichte der Baum des Jahres 2017 ist.

Eicheln satt!

„Bevor der Mensch die Eicheln den Säuen zum Fraß vorwarf, aß er sie selbst. … In Notzeiten erinnerten sich die Menschen immer wieder an die Eicheln. Diese wurden geröstet, gemahlen, mit Beeren gesüßt und als Eichelkaffee getrunken. In der Schweiz ordnete das Oberforstinspektoriat 1918 das Sammeln von Eicheln an. 475 Tonnen sollen zusammengekommen sein, die in mehreren Fabriken zu Kaffeeersatz verarbeitet wurden.“ So schreibt Gisula Tscharner in ihrem Buch „Hexentrank und Wiesenschmaus“ (AT Verlag, 2001).

X