Salbei gegen Viren

Seit der Antike stehen die Blätter des Salbeis als Sinnbild für das ewige Leben. Aber wer wollte schon ewig leben. Nein, gesund ein schönes Alter erreichen, das ist das Ziel. Und möglichst nicht von Viren angefallen werden, schon gar nicht von Corona… Da ist doch guter Rat teuer?

Ein kostenloser Ratschlag

„Salvia salvatrix, naturae conciliatrix“ (das bedeutet: Salbei der Retter, der Vermittler der Natur), so wird der Salbei (Salvia officinalis) in der Sammlung vieler Merkverse von der Schule von Salerno, der berühmten medizinischen Lehr- und Forschungsanstalt im 11. Jahrhundert, genannt. Hieronymus Bock (1498-1554) lobt den Salbei als „edelste Teutsch wurtz“, der vom Arzt bis zum Koch, vom Armen bis zum Reichen allen gleichermaßen dient. Besonders dem armen Volk rät er, Salbei im Garten zu ziehen, denn wer morgend drei spitze Blättchen Salbei äße, bliebe selbigen Tag vor Gift und böser Luft bewahrt – also gesund. Man glaubte zu dieser Zeit, dass schlechte Dämpfe und schmutzige Luft krank machten. In Sizilien sagt ein Sprichwort „Sarvia sarva“, also: Salbei hält gesund.

Ein Blatt zerkauen

Salbeiblätter enthalten vor allem ätherische Öle und Gerbstoffe. Seit jeher gilt Salbei als heilsam gegen Entzündungen im Mund-Rachenraum, wird z.B. gegen Halsschmerzen empfohlen. Bei grippalen Infekten kann Salbei durchaus helfen, Bakterien und Viren in den oberen Atemwegen zu stoppen – man spricht dem Salbei neben bakteriziden zumindest virostatische Eigenschaften zu, d.h. die Inhaltsstoffe können Viren in ihrer Vermehrung begrenzen.
In vitro, also im Labor ist die antivirale Wirkung von Salbei bereits nachgewiesen. Und sollten die Gelehrten in den vielen Jahrhunderten der Heilpflanzenkunde so falsch gelegen sein? Jedenfalls kann es nicht schaden, wenn man derzeit auf den Salbei vertraut.
Jeden Tag ein Blatt langsam und gründlich zerkauen, das sollte Viren und andere Erreger den weiteren Zugang zum Körper verwehren. Am besten das Blatt noch eine Weile in die Backentaschen oder unter die Zunge schieben, damit der Speichel die Inhaltsstoffe gut lösen und in alle Mundwinkel verteilen kann.

Nur nicht übertreiben

Ein Blatt pro Tag sollte genügen. Zusätzlich strafft das Salbei-Kauen noch die Schleimhäute, sorgt für einen guten Speichelfluss, macht also fit und abwehrbereit. Salbei ist eine mächtige Heilpflanze, die durchaus auch gefährlich werden kann: Er enthält Thujon, das in hoher Dosierung giftig wirkt. Bein ein-zwei Blättern über wenige Wochen ist das zu vernachlässigen, aber viele Blätter über einen langen Zeitraum gegessen, können bereits bedenklich werden. Besondere Vorsicht ist mit den ätherischen Öl des Salbeis geboten. Aber es müssen ja auch keine Mengen sein, der Salbei hilft blättchenweise.

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