Gartenwetter: Schneiden, säen und auslüften

Gartenwetter: Schneiden, säen und auslüften

Rosskastanie Blattentfaltung QuerformatWenn die Rosskastanien austreiben und die Forsythien blühen, sollten Sie Ihre Rosen schneiden. Kübelpflanzen wie Oleander, Zitrusbäumchen, Lorbeer und Hanfpalmen wollen jetzt an die Luft – aber noch nicht in die Sonne. Meine wöchentlichen Gartentipps auf br-online.

Bauernregel:
Tiburtius (14.4.) kommt uns sehr gelegen,
mit seinem grünen Blättersegen.

RosenschnittWenn die Forsythien blühen…
…werden die Rosen geschnitten! Viele Rosen haben schon kräftige Blättchen, trotzdem müssen Sie jetzt beherzt zur Schere greifen, zumindest bei Beet- und Zwergrosen. Kürzen Sie die Zweige auf 3-5 Augen ein, dann treiben schnell prächtige Blütentriebe. Bei Strauch- und Kletterrosen nimmt man nur erfrorene Teile weg. Denken Sie daran, möglichst viele Triebe waagrecht zu leiten, damit besonders reich Blüten angesetzt werden. Eine Düngung mit Beinwellbrühe tut den Rosen zudem gut und fördert den Blütenansatz. Dazu pro Rose 50 g Beinwellwurzel (z.B. aus der Apotheke) mit 1 Liter kochendem Wasser überbrühen, ziehen lassen und nach dem Erkalten Sud samt der Beinwellreste rund um die Rose auf dem Boden verteilen.

Aussaat TomatenTomaten säen
Jetzt ist die optimale Zeit, um Tomaten auszusäen. Aus den Samen wachsen rasch kompakte, kräftige Pflanzen heran, die ab Mitte Mai dann ins Freie dürfen. Streuen Sie die feinen Samen zu zweit oder zu dritt in Töpfchen mit Aussaaterde, drücken Sie sie mit einem Brettchen oder Löffel an und decken Sie sie nur leicht mit Erde ab. Sorgfältig besprühen, damit die Erde feucht wird und die Samen nicht verschwemmt werden, hell und warm aufstellen – am besten in einem Minigewächshaus. Sind die Sämlinge dann etwa 10 cm lang, werden sie in einzelne Töpfe verpflanzt. Setzen Sie die Jungpflanzen dabei tiefer, bis zum Blattansatz, dann bilden die Stängel viele Seitenwurzeln. Die Tomaten wachsen dann viel besser und werden standfester.

KompostbehaelterKompost umsetzen
Um reichlich „Schwarzen Gold des Gärtners“  parat zu haben, ist jetzt die ideale Zeit, den Kompost umzusetzen oder die Kompostmiete zu leeren. Noch unreifer Kompost, in dem viele grobe Teile sind, kommt in den neu aufgesetzten Kompostbehälter zurück. Reifer Kompost, der dunkel ist, wie Waldboden duftet und nur noch feine Teile enthält, kann nach dem Sieben vielseitig verwendet werden.

OleanderKübelpflanzen an die frische Luft
Oleander, Zitrusbäumchen, Lorbeer, Hanfpalme und andere robuste Kübelpflanzen können Sie schon wieder ins Freie stellen. Anfangs aber unbedingt schattig platzieren, sonst bekommen die Blätter Sonnenbrand. Nach und nach dürfen die Pflanzen dann in die volle Sonne. Empfindliche Arten wie Engelstrompete, Enzianbäumchen oder Hibiskus bleiben besser noch eine Weile im Winterquartier.

ZimbelkrautKennen Sie das?
Zimbelkraut
Weil sich Mauern rasch erwärmen, wächst es rasch und zeigt schon erste Blütchen: Das Zimbel- oder Zymbelkraut (Cymbalaria muralis). Es siedelt sich meisten ganz von alleine an, gedeiht in Mauerfugen und Plattenritzen. Die kleinen Blüten erinnern an winzige Löwenmäulchen, Bienen und andere Insekten fliegen sie gerne an. Nach der Bestäubung wenden sich die Blütenstiele und wachsen zum Dunklen, pflanzen die sich entwickelnden Früchtchen sozusagen gleich in die Spalten zwischen Steinen. Zur Begrünung von  Trockenmauern und Plattenfugen bestens geeignet, absolut pflegeleicht – wächst ganz von allein.

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