Berberitzen

Berberis vulgarisSauer macht lustig! Die Beeren vom Gewöhnlichen Berberitzenstrauch (Berberis vulgaris) lassen sich zwar nicht so einfach pflücken (wegen der Dornen), sind inzwischen auch schon ein wenig geschrumpelt, schmecken aber immer noch gut! Kräftig sauer. Weswegen man den Strauch auch Sauer- oder Essigdorn nennt. Früher wurden sie bzw. der daraus gepresste Saft anstelle von Zitronen genutzt. Die reifen Früchte der heimischen Gewöhnlichen Berberitze sind ungiftig – ganz anders dagegen der Rest der Pflanze. Vor allem in der Wurzel stecken Alkaloide, hauptsächlich Berberin. Ein leuchtend gelber Stoff, was beim Anschneiden der Zweige deutlich sichtbar wird, mit giftiger Wirkung – aber auch medizinischen Qualitäten. Es senkt den Cholesteringehalt und wirkt positiv bei Diabetes – Eigenmedikation verbietet sich aber strikt! Auch andere Berberitzenarten, etwa die in Gärten als Heckenpflanze weit verbreiteten Thunbergs Berberitze (Berberis thunbergii) eignet sich nicht zur Nutzung.

Deutliches Erkennungsmerkmal der Gewöhnlichen Berberitze sind ihre Dornen, ihre Blätter und ihre Fruchtform: jeweils drei dünne, spitze Spieße sitzen unter länglichen, fein gesägten Blättern. Die Beeren sind ebenfalls länglich und schmecken sehr sauer, im Gegensatz zu denen von Thunbergs Berberitze, die eiförmig sind und mehlig-bitter schmecken.

Berberis thunbergii
Thunbergs Berberitze

 

 

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