Tu was für die Natur: Blühstreifen anlegen

Die gute Idee für Garten und Balkon auf Bayern 1: Schon ein schmaler Streifen, auf dem eine Fülle bunter Blüten wächst, ist ein wertvolles Biotop für zahllose Insekten – und schön sieht’s auch noch aus!

Eine Blumenwiese bleibt für viele Gartenbesitzer ein Traum. Obwohl so schön bunt und vielfältig, ein Paradies für Insekten und viel weniger pflegeintensiv als ein Rasen, schränkt eine solche Wiese die Gartennutzung doch oft ein, denn sie darf nicht häufig gemäht werden und ist nicht trittfest. Ins hohe Gras aber darf man nicht gehen, damit fällt die Fläche zum Spielen oder Grillen aus. Zudem ist es nicht ganz einfach, eine wahre Blumenwiese im Garten zu etablieren. Das beginnt schon bei der Auswahl des auf den Standort angepassten Saatguts, leider bestehen viele Samenmischungen mit dem Aufdruck „Blumenwiese“ nur aus Blumenarten, die eigentlich in Getreidefeldern und auf Brachflächen vorkommen, im ersten Jahr zwar attraktiv erscheinen, aber schon im zweiten oder dritten Jahr wieder verschwinden. Außerdem fehlen in solchen Saaten die Gräser, die aber eine Wiese nun einmal ausmachen.

Als Alternative bieten sich Blühstreifen oder Wildblumensäume an, die Sie zwischen Rasen und Hecken anlegen oder auch inselhaft auf größeren Rasenflächen verteilen können. Dafür reicht schon ein schmaler Bereich von 50 cm, besser ist eine Breite von einem Meter. Sie können den Blühstreifen ansäen – dafür muss der Boden vorher umgegraben, von sämtlichen Unkräutern befreit und feinkrümelig hergerichtet werden – oder auch pflanzen. Robuste Wildstauden wie Schafgarbe, Odermennig, Wiesenkerbel, Flockenblumen, Johanniskraut, Margeriten, Lichtnelken, Leimkraut, Labkraut oder Vogelwicke lassen sich sogar direkt in eine Rasenfläche einsetzen, dafür müssen Sie nur kleine Rasenstücke ausstechen. Durch einen niedrigen Anteil an Gräsern machen Blühstreifen den Nachteil ihrer geringen Ausdehnung gegenüber einer Blumenwiese oft wieder wett.

Mein spezieller Tipp: Nutzen Sie Ihren Zaun für Blütenvielfalt, säen oder pflanzen sie Kletterpflanzen wie Duftwicken, Prunkwinden, Kapuzinerkresse oder auch Feuerbohnen – das wird ein Insektenbuffet auf kleinstem Raum.

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