Mein Garten – mein Paradies

Ferien – Urlaub – Reisen. Das gehört für die meisten Menschen zusammen. Nur mit dem Reisen ist das ja derzeit so eine Sache. AHA (Abstand, Händewaschen, Alltagsmaske) erlauben uns zwar wieder mehr, aber immer noch bestehende Reisewarnungen und Beschränkungen lassen das Reisen, sagen wir mal, nicht besonders attraktiv erscheinen. Ein kleiner Virus namens Corona oder SARS-CoV-2 vermiest uns den Urlaub, die durch ihn verursachten Risiken, an COVID 19 zu erkranken, durchkreuzen unsere Ferienpläne. Ich verreise dennoch, machen jeden Tag Urlaub, verbringe meine Ferien (wenn auch oft nur minuten- oder stundenweise): im Garten. Was bin ich glücklich, einen solchen zu haben.

Hier ein paar Verse und Zitate, die sich rund um den Garten drehen, und die mir gerade jetzt viel zu denken und viel Zuversicht geben.

Weit und schön ist die Welt,
doch o wie dank ich dem Himmel dass ein Gärtchen beschränkt,
zierlich, mein eigen gehört.
Bringet mich wieder nach Hause! Was hat ein Gärtner zu reisen?
Ehre bringt’s ihm und Glück, wenn er sein Gärtchen versorgt.
Johann Wolfgang von Goethe

Wenn die Menschheit nur aus Gärtnern bestünde, gäbe es nie einen Krieg. Und keine Wüsten.
Erich Kästner

In meiner Freizeit widme ich mich außerdem der Gartenarbeit. Etwas wachsen zu sehen ist das Schönste der Welt.
Donna Leon

Ich bin überzeugt: Mein Garten hat eine Aura. Nicht nur mein Garten. Ich habe das Gleiche auch in vielen anderen Gärten erlebt. Manchmal scheint mir, ein Garten sei ein Lebewesen – ein individuelles Wesen, das mit mir kommuniziert und es gut mit mir meint. Deswegen mag ich auch die eigenwilligen Gärten am liebsten: die, in denen es üppig sprießt und wächst. Meistens sind es alte Gärten, bei denen man den Eindruck hat, sie führten ein kraftvolles Eigenleben. In solchen Gärten fühle ich mich sofort zu Hause.
Christoph Quarch (in: „Komm zu uns“, Publik-Forum EXTRA, Gärten meines Lebens, 3/2008)

Der Garten ist ein Gegenentwurf des einzelnen Menschen gegen die Allmacht des Alltags, dessen „zeitfressende“ Geschwindigkeit Vergänglichkeit und Tod mit sich führt. Der Garten ist das Ergebnis individuellen Bemühens, sich in der Unendlichkeit des Universums zu verorten, um den „locus horridus“, dem schrecklichen, vom Menschen verdorbenen Ort, den „locus amoenus“, den schönen Ort der heilenden Natur, entgegenzusetzen.
Viktoria von dem Bussche (in: „Der Mensch, die Kunst und der Garten“, Ulmer Verlag 2007)

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