Heute ist Johanni, der Tag, nach dem nicht zuletzt die Johannisbeeren benannt sind. Das Foto oben zeigt auf den ersten Blick: Johannisbeeren! Aber orange, nicht rot oder weiß? Nur ein paar wenige Beerchen, keine üppigen Trauben? Jaja, denn es sind auch keine „echten“ Johannisbeeren, jedenfalls keine Kultursorten von Ribes rubrum, der Garten-Johannisbeere.

Sondern sie hängen an der Alpen- oder Berg-Johannisbeere (Ribes alpinum), einem oft als Straßenbegleitgrün oder in Wildhecken gepflanzten Strauch, der aber auch wild in Gebüschen und an Waldrändern zu finden ist. Die Früchte sind essbar!

Und nicht allein genießbar, sondern sogar schmackhaft. Ganz anders als bei Garten-Johannisbeeren nicht vorrangig sauer, sondern eher mild, mehr an Himbeeren erinnernd.

Es gibt einige Formen, manche davon tragen mehr, manche weniger oder gar keine Früchte – letztere sind dann rein männliche Sträucher. Nicht immer sind Alpen-Johannisbeeren nämlich mit zwittrigen Blüten ausgestattet, es gibt schon mal rein männliche und rein weibliche Exemplare.

Sobald man jedoch Früchte findet, die schön reif sind, darf man zulangen. Erkennbar sind die Alpen-Johannisbeeren vor allem auch am Laub, die Blätter sind im Umriss dreieckig bis rund und am Rand grob gezähnt. Sehr ähnlich wie Garten-Johannisbeeren. Beim Zerreiben bemerkt man einen kräftig würzig-kräutrigen Duft.
In jedem Fall: NICHT giftig!

Hallo liebe Frau Greiner,
zunächst ist es mir einfach nur ein Bedürfnis, Ihnen für Ihren tollen und vor allem auch ausführlichen Bericht, herzlich zu danken.
Super Fotos, auch von verschiedenen Jahreszeiten, wie z.B. von der (unscheinbaren) Blüte.
Schon häufig hatte ich intensiv im Netz nach Verwechslungs Sträuchern und Pflanzen gesucht. Leider bis heute erfolglos.
Denn inzwischen habe ich einen Garten, in welchen zwei solcher Pflanzen stehen. Einer ist wahrlich riesig! Geschätzte gute 7 – 8 m.
Dann ist es gut zu erfahren, ob man das Gesträuch auch mutig zurückschneiden darf.
Herzlichen Dank für Ihre investierte Zeit.
Mit bestem und sonnigen Gruß,
Junis aus Norddeutschland bei Bremerhaven