Johannisbeeren? Nicht ganz…

Johannisbeeren? Nicht ganz…

Auf den ersten Blick: Johannisbeeren! Aber orange, nicht rot oder weiß? Nur ein paar wenige Beerchen, keine üppigen Trauben? Jaja, denn es sind auch keine „echten“ Johannisbeeren, jedenfalls keine Kultursorten von Ribes rubrum, der Garten-Johannisbeere. Sondern sie hängen an der Alpen- oder Berg-Johannisbeere (Ribes alpinum), einem oft als Straßenbegleitgrün oder in Wildhecken gepflanzten Strauch, der aber auch wild in Gebüschen und an Waldrändern zu finden ist. Die Früchte sind essbar!

Und nicht allein genießbar, sondern sogar schmackhaft. Ganz anders als bei Garten-Johannisbeeren nicht vorrangig sauer, sondern eher mild, mehr an Himbeeren erinnernd. Es gibt einige Sorten, manche davon tragen mehr, manche weniger bis gar keine Früchte – letztere sind dann hauptsächlich rein männliche Sträucher. Nicht immer sind Alpen-Johannisbeeren nämlich mit zwittrigen Blüten ausgestattet, es gibt schon mal rein männliche und rein weibliche Exemplare.

Sobald man jedoch Früchte findet, die schön reif sind, darf man zulangen. Erkennbar sind die Alpen-Johannisbeeren vor allem auch am Laub, die Blätter sind im Umriss dreieckig bis rund und am Rand grob gezähnt. Sehr ähnlich wie Garten-Johannisbeeren. Beim Zerreiben bemerkt man einen kräftig würzig-kräutrigen Duft.

In jedem Fall: NICHT giftig!

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