Garten: Wonnig bis sonnig

Garten: Wonnig bis sonnig

Tuerkenmohn 2Frisch entdeckt:
Türkenmohn
Ist er nicht die rote Wucht, dieser Mohn, der Türken- oder Feuermohn (Papaver orientale)? Seine riesigen Blüten wie aus knittrigem, hauchzartem Seidenpapier wirken so empfindlich, und doch halten sie eine Menge aus. Kommen vor allem jedes Jahr wieder, denn diese Mohnart ist eine Staude, ausdauernd und winterhart. Lässt man ihm an sonniger Stelle Platz genug und hält ihm wuchernde Konkurrenten vom Leib, wird der Türkenmohn von Jahr zu Jahr prächtiger. Wo es ihm gefällt, samt er sich sogar selber aus und sorgt für willkommenen Nachwuchs.

Wetterregel:
Soll Feld und Garten wohl gedeih’n,
dann braucht’s im Juni Sonnenschein.

Gefuellte spaete TulpeAltes ab!
Es gibt doch tatsächlich immer noch Tulpen. Die gefüllten späten Sorten erinnern schon fast an Pfingstrosen, mit denen sie jetzt gleichzeitig blühen. Sobald die Blütenblätter abgefallen sind, müssen die alten Stängel weg. So bilden sich keine Früchte, die nur unnötig zehren und kaum Kraft fürs nächste Frühjahr in die Zwiebeln fließen lassen. Tulpenstiele einfach im oberen Drittel oder bis zur Hälfte abschneiden. Unbedingt die Blätter stehen lassen, auch wenn sie gerade keinen Staat mehr machen. Nur übers Laub können Tulpen sich über einige Jahre erhalten.

Spaeter Flieder Syringa x laciniataAltes weg!
Wenn der Flieder wieder blüht, schlagen viele Herzen höher. Nach dem Edelflieder blühen derzeit wilde Formen wie Ungarischer oder Kleinblättriger Flieder. Wenn der Flieder dann abgeblüht ist, steigt der Gärtner in die Höhe, und schneidet alte Fliederblüten weg. Das lohnt sich bei jungen Sträuchern, damit sie keine Früchte bilden und sich auf einen erneuten, immer üppigeren Blütenansatz im nächsten Jahr konzentrieren. Gleichzeitig kann durch den Rückschnitt auch die Wuchsform des Strauchs beeinflusst werden. Je fleißiger der Schnitt, desto mehr Verzweigungen, desto buschiger. Die Wuchshöhe lässt sich dabei auch gleich regulieren.

BuchsheckeJunges fort!
Beim Buchsbaum sind die neuen Triebe schön gewachsen. Und gleich muss der Jungwuchs wieder in die Schranken gewiesen werden. Buchsbaumhecken lassen sich jetzt gut schneiden, vom Zuwachs wird stets der größte Teil geschnitten, nur ein Drittel darf bleiben. Die strenge Schur sorgt für einen dichten Wuchs. Beim Schnitt gleich auf Krankheiten und Schädlinge kontrollieren, Buchsbäume werden leider von vielerlei Plagen heimgesucht. Je früher man das entdeckt, desto höher die Erfolgschance bei der Bekämpfung.

Steingarten SchleifenblumeGlück aus dem Garten
Steingartenpflege
Viele Polsterstauden in Steingärten, aber auch auf Rabatten und Beeten haben üppig geblüht: Schleifenblume, Blaukissen, Polsterphlox, Gänsekresse, Rosenwaldmeister und andere. Sobald die Stauden abgeblüht sind, schneidet man sie zurück und bringt die Kissen in Form.
Noch mehr Tipps wie diesen finden Sie in meinem Bayern 1-Buch „Glück aus dem Garten – mit der Gartenexpertin durch die 10 Jahreszeiten“ – erhältlich im BR-Shop und im Buchhandel.

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